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Digitalisierung im Gesundheitswesen — zwischen Datenschutz und moderner Medizinversorgung

Healthcare — Between Privacy and State-of-the-Art Medical Technology

Zusammenfassung

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat beklagt, dass die Gesundheitswirtschaft zu den am wenigsten digitalisierten Branchen gehört, obwohl schon im Januar 2016 ein E-Health-Gesetz in Kraft getreten ist. Die Digitalisierung umfasst dabei verschiedene Bereiche: von der elektronischen Patientenakte bis zur Telemedizin. Chancen werden vor allem in einer besseren Vernetzung im Gesundheitssystem gesehen, aber auch darin, in unterversorgten Bereichen Routinebehandlungen elektronisch zu unterstützen. Zudem sind Kosteneinsparungen durch eine effizientere Versorgung möglich. Besser geschulte Patienten könnten intensiver in den Behandlungsprozess eingebunden werden. Die größten Probleme werden beim Datenschutz gesehen: Zum Schutz der Daten wird bereits viel getan, die Problematik muss aber weiter beachtet werden.

Abstract

The digital transformation of the healthcare branch is important and unstoppable. The enormous possibility of digitalisation to redesign and enhance processes has been shown in other branches. Digital technologies offer the similarly large potential to improve the quality and efficiency of healthcare services. However, in terms of digitalisation, the German health system lags behind other European countries. But given a lack of available evidence, the effects of the digitalisation of the healthcare system cannot be reliably evaluated. Digital access to patient data necessitates constructive error cultures in organisations in order to limit defensive medicine. And digital access to health information necessitates individual competence in searching and using this information for participatory decision-making. As with all technological progress, information security is very important in order to gain citizens’ confidence in a digital healthcare system. Thus, it is necessary to simultaneously pursue both enhanced privacy standards and state-of-the-art medical technology.

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Correspondence to Thomas Lux.

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Prof. Dr. Thomas Lux ist Lehrstuhlinhaber für Prozessmanagement im Gesundheitswesen an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

Prof. Dr. Bernhard Breil ist Lehrstuhlinhaber für Gesundheitsinformatik an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

Michael Dörries, M.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.

Daniel Gensorowsky, M.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.

Prof. Dr. Wolfgang Greiner ist Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Dr. Doris Pfeiffer ist Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes in Berlin.

Dr. Felix G. Rebitschek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und Leiter des RisikoAtlas-Projekts.

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer ist Direktor am MPIB sowie Leiter des Harding-Zentrums für Risikokompetenz in Berlin.

Prof. Dr. Gert G. Wagner ist Fellow am MPIB und Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin.

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Lux, T., Breil, B., Dörries, M. et al. Digitalisierung im Gesundheitswesen — zwischen Datenschutz und moderner Medizinversorgung. Wirtschaftsdienst 97, 687–703 (2017). https://doi.org/10.1007/s10273-017-2200-8

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