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Befragung der Leser*innen 2018 – Was haben wir daraus gemacht?

Reader survey 2018—what did we learn from it?

Liebe Leser*innen der Notfall+Rettungsmedizin,

Ende 2018 haben wir Sie nach Ihrer Meinung und Ihren Wünschen für Notfall+Rettungsmedizin befragt und Sie sind dieser Einladung mit einer starken Resonanz gefolgt. Herzlichen Dank dafür! Die direkten Ergebnisse der Umfrage über Teilnahme, Zufriedenheitswerte und was Sie sich für die Zukunft wünschen, haben wir Ihnen in der Ausgabe 4/19 zusammengefasst und dargelegt [1], bitte lesen Sie dies gern im Online-Archiv Ihrer Zeitschrift auf www.SpringerMedizin.de nach.

“Was haben wir aus Ihren konzeptionellen Wünschen an das Board der Zeitschrift gemacht?”

Was aber haben wir aus Ihren konzeptionellen Wünschen und den langfristigen Aufträgen an das Board der Zeitschrift gemacht? Im Folgenden stellen wir Ihnen stichpunktartig vor, welche Ihrer Anregungen wir bereits umgesetzt haben und mit welchen Inhalten und Verbesserungen der Zeitschrift Sie zukünftig rechnen können.

Ihr Wunsch: Kurznachrichtenrubrik | Berufspolitik | Aktuelle Entwicklungen

Neben der Rubrik „Kommentare“, die Kurzartikel umfasst, die sich auf bereits publizierte Artikel beziehen, haben wir 2020 auf der Boardsitzung der Zeitschrift die Rubrik short communication eingeführt [2]. Vielleicht ist Ihnen diese schon beim Durchblättern aufgefallen, denn in recht kurzer Zeit wurden bereits fünf frei eingereichte Artikel publiziert. Diese Artikel sind eigenständig, hochaktuell, hauptsächlich berufspolitisch ausgerichtet und bilden Themen des gesamten Notfallteams ab. Artikel der Rubrik bieten Raum für aktuelle Entwicklungen, aber auch für subjektive Blickwinkel. Wichtig ist, dass diese auf dem Boden von Fakten, Wissenschaftlichkeit, Sachlichkeit, Kompetenz, (Selbst‑)Reflexion und idealerweise der Einschätzung einer Gruppe von Autor*innen basieren.

Mit dieser Rubrik wurde zusätzlich auch Ihrem Wunsch nach noch mehr Raum für Berufspolitik nachgekommen, wie auch dem Aufruf, aktuelle relevante Urteile zu kommentieren und in einen Zusammenhang zu setzen (bspw. die Änderung des NotSanG).

Haben Sie selbst ein Thema, welches Sie in der Rubrik short communication platzieren möchten? Dann informieren Sie sich gern im dem dazugehörigen Editorial [2] und senden Sie Ihren Beitrag direkt an die Redaktion (s. Korrespondenzadresse).

Zusätzlich, auch das soll hier im Hinblick auf Ihren Wunsch nach Aktualität und der Darstellung von Entwicklungen erwähnt werden, haben wir über alle Rubriken und Formate hinweg auf die COVID-19-Herausforderung der letzten beiden Jahre reagieren können und Sie vielseitig informiert: von der short communication zur COVID-19-Ratio zur aktuellen Abschätzung der intensivmedizinischen Belastung über den Einfach-und-praktisch-Artikel zum richtigen Anlegen der COVID-Schutzausrüstung und den ERC-Leitlinien zur Reanimation bei COVID bis hin zu diversen Kasuistiken, Originalien und Artikeln der Rubrik „Konzepte – Stellungnahmen – Perspektiven“.

Ihr Wunsch: Informationen zu Notfallmedikamenten

Gleich mehrfach tauchte in der Befragung der Wunsch nach einer übersichtlichen Darstellung der Notfallmedikamente auf.

Bereits vor der Leserbefragung haben wir begonnen, die Serie „Pharmakotherapie“ für Notfall+Rettungsmedizin zu planen, und haben uns sehr gefreut, damit den richtigen Nerv getroffen zu haben. Die Artikelreihe bietet eine systematische Aufarbeitung von ca. 80 Medikamenten für die ersten zwei Stunden, geclustert nach deren Indikation [3].

Alle Artikel der Reihe erscheinen sukzessive in den gedruckten Ausgaben der Notfall+Rettungsmedizin. Sie finden alle bereits publizierten Artikel aber auch gesammelt hinter dem QR-Code in Abb. 1.

Abb. 1
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a Vorschau der Sammlungsseite zur Serie Pharmakotherapie, b QR-Code zur Sammlungsseite. Mit dem Abonnement der Notfall+Rettungsmedizin haben Sie automatisch Zugang (mehr Detail in dieser Ausgabe in der Randspalte nach dem Artikel)

Ihr Wunsch: Gimmicks für den Alltag | Bildmaterial | Praxisrelevanz

Bereits im Jahr 2018 haben wir in Notfall+Rettungsmedizin die Reihe „Einfach und praktisch“ eingeführt, die in der Leserbefragung auch sehr gut bewertet wurde. Aufbauend auf dieser Reihe, die durch ein einseitiges Bild mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und einen kurzen ergänzenden Artikel allgemeine Handgriffe und Maßnahmen bzw. den Einsatz von Hilfsmitteln darstellt, haben wir zusätzlich ein Element in die Zeitschrift geholt, das sich als Art des zufälligen Lernens immer mehr etabliert – One Minute Wonder (OMW) –, gerade im Bereich der Pflege oder beim Rettungsdienstfachpersonal, aber auch bei jungen Ärzten. Es handelt sich dabei um gestaltete Seiten, auf denen die wichtigsten Aspekte eines Themas zusammengefasst sind und als visualisierte Kurzzusammenfassung eines Artikels in Notaufnahmen, Schockräumen, Aufenthaltsräumen oder den Leitstellen aufgehängt werden kann. Wenn durch das OMW Aufmerksamkeit erregt worden ist und der Wunsch besteht, sich ins Thema weiter zu vertiefen, bietet der QR-Code in der Abbildung den zugrunde liegenden umfassenden Artikel der Notfall+Rettungsmedizin. Die OMW werden von den Autor*innen konzipiert und vom Verlag in enger Abstimmung umgesetzt. Bisher sind zu den folgenden Themen OMW erschienen:

  • Epilepsie beim Kind

  • Transportverzicht und Transportverweigerung

  • Übergabeprozess

  • Vigilanzminderung

  • Hyperkaliämie und BRASH-Syndrom

Alle Artikel der Reihe „Einfach und praktisch“ und die OMW werden in den Ausgaben der Notfall+Rettungsmedizin abgedruckt und über die Social-Media-Kanäle (Facebook: SpringerMedizin.de, Wissen macht Arzt; Instagram: Wissen macht Arzt) verbreitet. Zusätzlich gibt es auch eine digitale Sammlungsseite des Verlags, auf die Sie mit einem Abonnement der Zeitschrift automatisch Zugriff haben (Abb. 2).

Abb. 2
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a Vorschau der Sammlungsseite zu den bildreichen Formaten, b QR-Code zur Sammlungsseite. Mit dem Abonnement der Notfall+Rettungsmedizin haben Sie automatisch Zugang (mehr Details in dieser Ausgabe in der Randspalte nach dem Artikel)

Ihre Themenvorschläge

In einem Abschnitt der Leserbefragung haben wir Sie ganz explizit nach Themen gefragt, die in Notfall+Rettungsmedizin verstärkt behandelt werden sollen. Diese Liste wurde bereits und wird auch zukünftig bei der Planung von Leitthemen und der CME-Rubrik mitberücksichtigt. Im Folgenden finden Sie, welche der Themen wir bereits aufgegriffen haben.

Rettungsdienst.

Die Nennung dieses Begriffs verstehen wir als Wunsch, dass in den Leitthemenartikeln und CME-Artikeln selbst noch stärker als bisher auf die Leser*innen aus dem Rettungsdienstfachpersonal eingegangen wird. Bei der Einladung von Autor*innen werden diese explizit auf die Interprofessionalität der Zeitschrift hingewiesen. Auch bei der Planung der Leitthemen liegt der Fokus verstärkt auf den Kolleg*innen aus dem Rettungsdienstfachpersonal. Gleichzeitig wünschen wir uns auch von Ihnen, den Leser*innen aus dem Rettungsdienstfachpersonal, sich mit Ideen und Aspekten an die Zeitschrift zu wenden, sehr gern als Autor*innen, aber auch „nur“ als Ideengeber.

Des Weiteren haben wir immer wieder Zeitschriftenausgaben, in denen wir verstärkt Artikel zur Rolle der Notfallsanitäter*innen bündeln.

Pädiatrie.

Neben der Rubrik „Pädiatrische Notfälle“, in der immer wieder sowohl frei eingereichte als auch eingeladene Artikel erscheinen, gab es Anfang des Jahres 2021 ein komplettes Leitthema zu Kindernotfällen, inklusive eines praktischen One Minute Wonder zur Vor-Ort-Behandlung des epileptischen Anfalls beim Kind. Das One Minute Wonder finden Sie in der digitalen Übersicht, die in Abb. 2 vorgestellt wurde. Ergänzend dazu wird es noch ein Leitthema zum pädiatrischen Polytrauma geben. Auch in der Reihe „Einfach und praktisch“ wurde der Kindernotfall bereits aufgegriffen und weitere Themen sind geplant.

Sportunfälle.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Originalien zu Sportunfällen publiziert, ein ganzen Leitthema zum Sportunfall hatten wir jedoch bisher nicht. Für das kommende Jahr ist dieses nun geplant und in Vorbereitung.

Kommunikation.

Den Aspekt der Kommunikation haben wir in diversen Artikeln der Leitthemen aufgegriffen und berücksichtigt, zusätzlich ist nun aber auch ein ganzes Leitthemenheft ausschließlich zur Kommunikation geplant, Kommunikation mit den Patient*innen, den Kolleg*innen, bei der Übergabe, aber auch zum Beispiel zu/mit den Medien.

Reanimation.

Im Rahmen der Befragung wurde als Wunschthema auch die Reanimation genannt. Gerade in der Ausgabe 4/21 der Notfall+Rettungsmedizin wurde die deutsche Übersetzung der europäischen Leitlinien wieder allen Abonnent*innen der Zeitschrift im Rahmen Ihres Abonnements zugeschickt.

Liebe Leser*innen, wir hoffen sehr, dass Ihnen die Entwicklung Ihrer Zeitschrift gefällt und Sie Ihre Wünsche aus der Befragung aufgegriffen sehen. Außerdem hoffen wir, dass Sie an der Gestaltung der Hefte auch merken, mit wie viel Herz und Engagement das Board der Herausgeber*innen, der Verlag sowie die Autor*innen und Gutachter*innen an der Zeitschrift arbeiten.

Wir rufen Sie auf, sich mit allen Wünschen und Rückmeldungen zur Zeitschrift an die Redaktion zu wenden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Ihre

Dr. Ines Wolff

für das Board und die Schriftleitung der Notfall+Rettungsmedizin

Literatur

  1. 1.

    Wolff I, Böttiger BW, Waydhas C et al (2019) Bestätigung des interprofessionellen Konzepts und neue Aufträge. Notfall Rettungsmed 22:279–281. https://doi.org/10.1007/s10049-019-0594-0

    Article  Google Scholar 

  2. 2.

    Wolff I (2020) Short communication – die neue Rubrik in Notfall+Rettungsmedizin. Notfall Rettungsmed 23:401. https://doi.org/10.1007/s10049-020-00762-z

    Article  Google Scholar 

  3. 3.

    Dodt C, Cascorbi I, Wetsch WA (2020) Neue Fortbildungsreihe zur Notfallpharmakotherapie. Notfall Rettungsmed 23:450–451. https://doi.org/10.1007/s10049-019-00634-1

    Article  Google Scholar 

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B. W. Böttiger, C. Waydhas und C. Wrede sind Schriftleitung der Zeitschrift und I. Wolff ist Managing Editor.

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Wolff, I., Böttiger, B.W., Waydhas, C. et al. Befragung der Leser*innen 2018 – Was haben wir daraus gemacht?. Notfall Rettungsmed 24, 979–981 (2021). https://doi.org/10.1007/s10049-021-00935-4

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