Trauma und Berufskrankheit

, Volume 18, Issue 4, pp 331–334 | Cite as

Entlassmanagement im BGlichen Heilverfahren

Erhebung der Qualität des Entlassmanagements im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren mithilfe einer Online-Befragung
BG-Heilverfahren

Zusammenfassung

Hintergrund

Am berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren sind verschiedene Leistungserbringer beteiligt. Um einen reibungslosen Heilverlauf gewährleisten zu können, muss der Informationsfluss zwischen den Schnittstellen einwandfrei funktionieren.

Fragestellung

Im Rahmen dieser Studie soll geklärt werden, wie gut die Qualität des berufsgenossenschaftlichen Entlassmanagements ist und welche Anforderungen niedergelassene Durchgangsärzte an das Entlassmanagement stellen.

Material und Methode

Alle Durchgangsärzte aus Nordrhein Westfalen wurden per Brief und – soweit vorhanden – per E‑Mail eingeladen, an einer Online-Befragung teilzunehmen.

Ergebnisse

19,9 % der Befragten haben an der Studie teilgenommen. Insgesamt sprachen sich die Befragten für eine zeitnahe Übermittlung vollständiger und übersichtlicher Entlassungsberichte aus. Das Vorhandensein eines zentralen Ansprechpartners für Rückfragen innerhalb einer Klinik wurde befürwortet.

Schlussfolgerungen

Ein Entlassungsbericht sollte alle relevanten Informationen bezüglich eines Patienten enthalten, übersichtlich gegliedert sein und dem niedergelassenen Durchgangsarzt vorliegen, wenn sich der Patient erstmalig in seiner Praxis vorstellt. Zudem sollte dem Durchgangsarzt zeitnah ein kompetenter Ansprechpartner für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Schlüsselwörter

Entlassungsbericht Berufsgenossenschaft Heilverfahren Durchgangsarzt Entlassmanagement 

Social accident discharge management

Determination of social accident discharge management quality with the help of an online survey

Abstract

Background

In the treatment process of the social accident insurance, different providers are involved. In order to ensure a smooth healing process, the information flow between the interfaces must work properly.

Objectives

This study seeks to determine the quality of the social accident discharge management and the requirements of accident insurance physicians concerning discharge management.

Methods

All accident insurance consultants from North Rhine–Westphalia (Germany) were invited by letter and if available – also by email to participate in an online survey.

Results

Of the respondents, 19.9 % participated in the study. Overall, the respondents were in favor of a timely submission of complete and clear discharge reports. The presence of a single contact person for inquiries within a clinic was endorsed.

Conclusions

A discharge report should contain all relevant information concerning a patient, should be structured clearly and presented to the attending physician when the patient presents in his practice for the first time. In addition, a qualified contact person should be available promptly in the discharging hospital.

Keywords

Discharge report Social accident insurance Treatment process Accident insurance consultant Discharge management 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

F. Hoffmann, T. Ohmann und P.-M. Hax geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  • Felix Hoffmann
    • 1
  • Tobias Ohmann
    • 1
  • Peter-Michael Hax
    • 1
  1. 1.BG Klinikum Duisburg gGmbHDuisburgDeutschland

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