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Das handchirurgische Gutachten

The hand-surgeon’s expert opinion

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Trauma und Berufskrankheit

Zusammenfassung

Handchirurgische Gutachten folgen den allgemeingültigen Grundsätzen der Begutachtung. Es gilt, den Funktionsverlust anschaulich zu beschreiben und zutreffend einzustufen. Geschilderte Beschwerden müssen mit zu erhebenden Befunden in Einklang zu bringen sein, um in die Bewertung Eingang zu finden. Auf Diskrepanzen ist hinzuweisen. Empfehlungen zur Einschätzung sind Anhaltspunkte, keine Dogmen. Abweichungen bedürfen aber einer für alle Beteiligten nachvollziehbaren Begründung, um unnötige Reibungsverluste zu vermeiden. Bei Gebrauchsbeeinträchtigungen einzelner Finger kann gedanklich ein Vergleich mit dem Fingerverlust hilfreich sein. Zu berücksichtigen ist aber auch die durch einen einzelnen Finger möglicherweise gestörte Greiffunktion, die es zu bewerten gilt. Kompressionssyndrome handgelenknaher Nerven, Durchblutungsstörungen der Hand und die Folgen einer Heilentgleisung (M. Sudeck, chronisch regionales Schmerzsyndrom) bedürfen der gutachtlichen Würdigung und ggf. der fachübergreifenden Beurteilung. Anpassungsstörungen nach schwerer Handverletzung mit Verlust der körperlichen Integrität sind ebenfalls von fachkompetenter Stelle zu bewerten. Zusammenhangsbegutachtungen setzen die praktische handchirurgische Erfahrung voraus.

Abstract

When concerned with the outcome of hand-injuries, one should focus on functional loss in the injured hand in comparison with an uninjured extremity. The degree to which gripping is restored after a severe injury will provide a reliable estimate of rehabilitation.An opinion on causal relationships should be based on the known facts; there is no room for speculative theories. Do not hesitate to point out different options if these are found in the literature. Ask colleges for their opinion, when other specialist areas are involved.

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Marcus, O. Das handchirurgische Gutachten. Trauma Berufskrankh 6, 134–139 (2004). https://doi.org/10.1007/s10039-004-0866-9

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