Hintergrund. Die Verletzung des N. alveolaris inferior ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen der operativen Weisheitszahnentfernung. Mit Einführung der digitalen Volumentomographie (DVT) wurde eine neue Aufnahmetechnik in die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eingeführt, die dieselben Rekonstruktionsmöglichkeiten wie die Computertomographie (CT) bietet. Seit Mitte 2000 führen wir bei tief verlagerten dritten Molaren, die eine enge topographische Beziehung zwischen Nervenkanal und Weisheitszahn aufweisen, eine Bildgebung mittels DVT durch.
Methode und Ergebnisse. Im Rahmen der hier vorgestellten Untersuchung wurden volumentomographische Darstellungen von insgesamt 81 unteren und 11 oberen Sapientes durchgeführt, bei denen keine diagnostisch eindeutige Darstellung im vorhandenen Panoramaschichtbild möglich war. In allen Fällen konnte eine detaillierte Darstellung der Sapientes in allen Schnittebenen ermöglicht werden, die exakte Rekonstruktion des Verlaufs des N. alveolaris inferior gelang in 93% der untersuchten Fälle.
Resümee. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die DVT ein diagnostisch wertvolles und praxisreifes Bildgebungsverfahren für die erweiterte Diagnostik im Rahmen der operativen Weisheitszahnentfernung ist.