Nachhaltigkeitsberichterstattung zwischen Programm und Produktion: Über die doppelte Verantwortung von Medienunternehmen

Zusammenfassung

Klimawandel, Energie sparen, CO2-Kompensation, Fair Trade, „grüner“ Konsum – nachhaltigkeitsrelevante Themen haben Konjunktur. Sie machen Schlagzeilen in den Printmedien und sorgen im Informations- und Unterhaltungsfernsehen für Einschaltquoten. Nicht selten aber stehen die Medienmacher für die Art und Weise, wie sie Themen vermitteln am Pranger. Gleichzeitig geraten sie im Zuge der Debatte um das CSR-Engagement von Unternehmen als Akteure einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in den Fokus des Interesses. Kern der aus unterschiedlichen Perspektiven geführten Diskussion ist die Frage, wie die immer einflussreicher werdenden Medienkonzerne ihre unternehmerische Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen. Eine Bestandsaufnahme.

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Notes

  1. 1.

    Der Fernsehsender VOX hat im Oktober 2011 unter der Überschrift „Planet Blue“ an einem quotenträchtigen Samstag zum zweiten Mal ein 12-Stunden Programm zum Thema „Klimawandel“ gesendet: Im Jahr davor hatte der erste „Planet Blue“-Tag zum Thema Wasser einen Tagesmarktanteil von 7,5 % bei Zuschauer von 14 bis 49 Jahren erzielt und lag damit 0,5 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Samstags-Marktanteil von 7,0 %. Der Spielfilm „Die Welle“ erzielte am „Tolerance Day“ beim Fernsehsender ProSieben im April 2011 einen Marktanteil von 20,7 % und eine Reichweite von 2,43 Mio Zuschauern bei den 14–49-jährigen. Die Dokumentation „Der große Toleranztest“ im Anschluss erzielte einen Marktanteil von 12,4 % und erreichte 1,34 Mio Zuschauer. Quellen: Unternehmensangaben Vox/RTL Deutschland und ProSiebenSat1.

  2. 2.

    Die verabschiedete Version lag bei Erstellung des Artikels nicht vor.

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Crome, K. Nachhaltigkeitsberichterstattung zwischen Programm und Produktion: Über die doppelte Verantwortung von Medienunternehmen. uwf 19, 257–261 (2011). https://doi.org/10.1007/s00550-011-0214-z

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