Die Bildung der Region Hannover

Ein (r)evolutionäres Ereignis

Bis Mai 1999 will die Niedersächsische Landesregierung einen Gesetzesentwurf zur Bildung der Region Hannover vorlegen – dies hat im November 1998 der Niedersächsische Innenminister Bartling angekündigt. Damit greift die Landesregierung einen von kommunalen Spitzenbeamten aus dem Raum Hannover im Jahr 1996 entwickelten und seitdem weiter präzisierten Reformvorschlag für die regionale Verwaltungsstruktur im Großraum Hannover auf. Kerngedanke dieses Vorschlages ist, für den größten niedersächsischen Verdichungsraum mit ca. 1,1 Mio. Einwohnern bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2001 eine kommunal verfasste regionale Gebietskörperschaft “Region Hannover” zu errichten. Diese soll einen großen Teil der heute von Landkreis Hannover und Landeshauptstadt Hannover wahrgenommenen Kreisaufgaben, sämtliche Aufgaben des Kommunalverbandes Großraum Hannover sowie bestimmte Aufgaben der Bezirksregierung Hannover bündeln. Die 21 regionsangehörigen Städte und Gemeinden einschließlich der Landeshauptstadt sollen selbändig bleiben und zusätzlich heutige Landkreisaufgaben übernehmen. Im folgenden soll der Hintergrund und der bisherige Diskussionsverlauf dieses Reformvorhabens, das auch in anderen Verdichtungsräumen mit Interesse verfolgt wird, näher dargestellt und erläutert werden.

This is a preview of subscription content, access via your institution.

Author information

Affiliations

Authors

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Cite this article

Priebs, A. Die Bildung der Region Hannover . STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie 23, 21–27 (1999). https://doi.org/10.1007/s005489970015

Download citation