Editorial

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Liebe Leserin, lieber Leser,

inzwischen hat es schon Tradition, dass sich die STANDORT-Ausgabe, die im Umfeld des Deutschen Kongresses für Geographie – der frühere Deutsche Geographentag – erscheint, ganz der Region bzw. dem Bundesland widmet, in dem dieser ausgetragen wird. Der Kongress findet dieses Jahr in Kiel statt, folgerichtig befassen sich alle Fachbeiträge des Heftes mit dem Bundesland Schleswig-Holstein. Sie sollen Lust machen, den DKG zu besuchen und natürlich auch darauf, das Land zu erkunden. Den Reigen eröffnen Heiner Schote und Andreas Thaler, indem sie uns quasi eine Visitenkarte überreichen, die uns kompakt in den Naturraum, die Siedlungs- und die Wirtschaftsstruktur und die regionalen Verflechtungen einführt.

Drei Beiträge – nämlich die von Brigitte Wotha und Anja Kühl, von Imme Julia Lindemann, Olaf Prüß und Samuel Mössner sowie von Axel Priebs – befassen sich mit der Entwicklung von Regionen und Städten im nördlichsten deutschen Bundesland. Während sich Wotha und Kühl damit auseinandersetzen, wie sich ein verändertes Planungsverständnis und neue Programme in der ländlichen Regionalentwicklung spiegeln, zeigen Lindemann et al. exemplarisch anhand der Versorgung mit medizinischen Leistungen und mit Lebensmitteln, wie modellhafte Vorgehensweisen für kleinräumige Lösungsansätze gefunden und umgesetzt werden können. Einen Blick auf peripher gelegene kleine Städte, die wichtig sind für die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse, richtet Priebs: Wie können Mittelzentren die ihnen zugeschriebene stabilisierende Rolle bei der flächendeckenden Bedarfssicherung der Bevölkerung spielen?

Der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmitteln, kommt im ländlichen Raum zweifellos eine herausragende Bedeutung zu. Carolin Zoller stellt vergleichend das schleswig-holsteinische Förderprogramm MarktTreff und die rheinland-pfälzische Förderinitiative M.Punkt RLP vor; Ulrich Jürgens widmet sich dem Potenzial „rollender Supermärkte“ als Mittel der Bedarfsdeckung; Klaus Mensing schließlich fragt, wie man Stadt- und Gemeindezentren auch nach Abzug des Einzelhandels lebendig halten kann.

Mit welchen Strategien Kommunen in Schleswig-Holstein auf die zu erwartenden Folgen des Klimawandels reagieren können – und müssen – ist Gegenstand des Artikels von Jana Koerth, Frederik Massmann und Sinja Dittmann.

Abgerundet wird das Heft durch ein Interview mit Catrin Homp, Geschäftsführerin des Tourismus Verbandes Schleswig-Holstein. Sie beschreibt, wie es gelang, dass der nach jahrzehntelangem Wachstum in die Krise geratene Tourismus wieder zu einem tragenden Wirtschaftsfaktor erstarken konnte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

STANDORT-Redakteurin Ute Christina Bauer

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Bauer, U.C. Editorial. Standort 43, 153 (2019). https://doi.org/10.1007/s00548-019-00617-x

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