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Standort

, Volume 41, Issue 2, pp 73–73 | Cite as

Editorial

  • Ute Christina BauerEmail author
Editorial
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Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem Varia-Heft des STANDORT, das Sie in den Händen halten, wird wieder einmal die große Bandbreite unseres Faches deutlich:

Christian Diller, Sarah Schreiber und Sarah Karic beleuchten die Phasen des politischen Planungsprozesses und gehen der Frage nach, wie Planende ihr methodisches Handwerkszeug einsetzen. Am Ende steht ihr Plädoyer, dass Planende auch in Zeiten des communicative turn klassische analytisch-rationale Methoden integrieren sollten.

Um die Wirkung von Shopping-Centern in Mittelstädten geht es Yannick Eckhardt. Er untersucht einerseits, ob die Center innerhalb der Gemeindegrenzen zu einer Umverteilung der Geldströme im Einzelhandel führen. Andererseits geht es ihm um die Erhöhung der Zentralität der Mittelstädte insgesamt: Er stellt fest, dass diese nach der Eröffnung eines Shopping Centers spürbar steigt.

Martina Fuchs, Matthias Pilz, Judith Wiemann und Kristina Wiemann setzen sich kritisch mit einer These auseinander, die als Folge von Industrie 4.0 eine Polarisierung in lousy and lovely jobs prognostiziert, verbunden mit einem „Ende der Facharbeit“. Die Autorinnen erwarten hingegen eher weitere Bedarfe an Facharbeit gerade in diesem speziellen Segment der Produktionsarbeiterschaft.

Die Entwicklung der Stadt Mönchengladbach vor dem Hintergrund der Reurbanisierungsdebatte untersuchen Rüdiger Hamm, Angelika Jäger und Katja Keggenhoff. Im Fazit stellen sie fest, dass in der Stadt die quantitativen Merkmale einer Reurbanisierung zwar deutlich zu erkennen sind, eine qualitative Reurbanisierung im Sinne einer Aufwertung, Attraktivitätssteigerung oder gar Gentrifizierung sei allerdings bislang nicht auszumachen.

Ulrich Jürgens schließlich betrachtet am Beispiel Schleswig-Holsteins die Versuche, im ländlichen Raum trotz Schließungen von Lebensmittelgeschäften dennoch eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmittel aufrechtzuerhalten. Welche Verkaufsalternativen können die entstehenden Lücken schließen? Worin kann ihr Wiedererkennungswert bei den Kunden liegen?

Nicht zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass der STANDORT in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Eine Artikelserie erläutert die abwechslungsreiche Geschichte der Zeitschrift. In diesem Heft lesen den zweiten Teil der Serie, der sich vor allem mit produktionstechnischen Aspekten befasst. Die Serie endet mit Heft 3-2017, das zum Deutschen Kongress für Geographie 2017 in Tübingen erscheint. Dort erwarten Sie nicht nur viele interessante Fachveranstaltungen zur Angewandten Geographie, sondern auch eine Journal Lecture zum STANDORT sowie eine STANDORT-Party zum 40. Mein Tipp: Hingehen!

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

STANDORT-Redakteurin Ute Christina Bauer

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Pressebüro Transit Berlin. Pro MediaBerlinDeutschland

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