Advertisement

Standort

, Volume 39, Issue 2–3, pp 112–119 | Cite as

E-Partizipation: Elektrifizierung der Bürgerbeteiligung

Mit Beispielen aus Berlin und Brandenburg
  • Maria Brückner
  • Oliver Märker
Angewandte Geographie

In unserem Beitrag zeigen wir, wie Verfahren der Bürgerbeteiligung einer zunehmenden „Elektrifizierung“ unterliegen und sich zu unterschiedlichen Verfahrenstypen ausdifferenzieren. Ausgehend von den ersten Ursprüngen ordnen wir elektronische Partizipation ein und zeigen beispielhaft anhand von Projekten aus Berlin und Brandenburg unterschiedliche Entwicklungsstränge auf: von einfachen, rein online-basierten Meldeverfahren, über Ideenplattformen und Crowdmapping bis hin zu Bürgerbeteiligungen zu komplexen Planungsfragen, in der verschiedene Formate der Beteiligung vor Ort und im Netz zu einem crossmedialen Verfahren gebündelt werden. Allen elektrifizierten Ansätzen ist eines gemeinsam: Sie bedürfen der Einbettung in politisch-administrative Abläufe, damit sie relevant sind.

Partizipativere Gestaltung von Verfahren der öffentlicher Hand

Die Idee, Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe des Internets in öffentliche Planungsverfahren einzubeziehen, wird vor allem von der kommunalen Politik und...

Literatur

  1. Banner G (2010) Solingen spart – und die Bürger ziehen mit. In: Hill H (Hrsg) Bürgerbeteiligung. Analysen und Praxisbeispiele. Nomos Verlag, Baden-Baden, S 23–29Google Scholar
  2. Gordon TF, Voss H (1996) ZENO – Kooperative Planungsunterstützung im World Wide Web. Der GMD-Spiegel. Sonderdruck: Informieren, Dokumentieren, Argumentieren. Planungsunterstützung auf der Basis des World Wide Web, 3–6Google Scholar
  3. Hagedorn H (2003) „Interaktive Planung“, In: Kommune 21, Heft 9: 22–23Google Scholar
  4. Klandermans B (1997) The social psychology of protest. Basil Blackwell, OxfordGoogle Scholar
  5. Krauch H (1972) „Computerdemokratie“. VDI-Verlag, DüsseldorfGoogle Scholar
  6. Lenk K (1976) Partizipationsfördernde Technologien? In: Lenk K (Hrsg) Informationsrechte und Kommunikationspolitik. Entwicklungsperspektiven des Kabelfernsehens und der Breitbandkommunikation, Beiträge zur juristischen Informatik, Bd 4. Darmstadt, S 111–123Google Scholar
  7. Lucke von J (2010) Open Government – Öffnung von Staat und Verwaltung. Gutachten für die Deutsche Telekom AG zur T-City Friedrichshafen, Version vom 09.05.2010, Deutsche Telekom Institute for Connected CitiesGoogle Scholar
  8. Märker O (2005) Online-Mediation als Instrument für eine nachhaltige Stadt- und Regionalplanung. Eine qualitative Untersuchung zur internen und externen Relevanz online-mediierter Verfahren, Fraunhofer Series in Information and Communication Technology, Bd 2/2005. Shaker Verlag, AachenGoogle Scholar
  9. Märker O, Josef Wehner J (2014) Wer bewahrt die E-Partizipation vor falschen Maßstäben? – eine Replik auf Jens Weiß Verwaltung & Management. 20 2014(2):59–66Google Scholar
  10. Märker O, Wehner J (2008) E-Partizipation – Bürgerbeteiligung in Stadt- und Regionalplanung. Standort – Zeitschrift für Angewandte Geographie 32(3):84–89CrossRefGoogle Scholar
  11. Märker O, Wehner J (2011a) Online-Bürgerbeteiligung in Kommunen. Anfänge – Aktuelle Verfahren – Weiterführende Fragen. Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 2011, 201–206Google Scholar
  12. Märker O, Wehner J (2011b) Bürgerbeteiligte Haushaltskonsolidierung – Leitideen, Verfahren, Ergebnisse. der gemeindehaushalt, 2011, 3–6Google Scholar
  13. Mitterhuber R (2003) Hamburger Bürger entwickeln im Internet Ideen für die „Wachsende Stadt“. Erfahrungen mit E-Partizipation im Jahr 2002. In: Prosser A, Krimmer R (Hrsg) e-Democracy: Technologie, Recht und Politik. Österreichische Computer Gesellschaft, Wien, S 69–76Google Scholar
  14. Ruesch AM, Basedow S, Korte J (2012) From E to O. towards open participation as a guiding principle of open government. In: Kö A, Leitner C, Leitold H, Prosser A (Hrsg) „Advancing democracy, government and governance“ – Joint International Conference on Electronic Government and the Information Systems Perspective, and Electronic Democracy, EGOVIS/EDEM 2012, Vienna, Austria 2012. Springer Verlag, Heidelberg, S 254–263Google Scholar
  15. Selle K (1996) Planung und Kommunikation. Bauverlag, WiesbadenGoogle Scholar
  16. Trénel M, Märker O, Hagedorn H (2001) Bürgerbeteiligung im Internet – Das Esslinger Fallbeispiel (vol. FS II 01-308). WZB Social Science Research Center Berlin Esslingen, BerlinGoogle Scholar
  17. Voss H (1996) Mehr Transparenz und Demokratie in der Planungs- und Mediationsverfahren mit ZENO. In: Bulmahn E, Van Haaren K, Hensche D, Kiper M, Kubicek H, Rilling R, Schmiede R (Hrsg) Informationsgesellschaft – Medien – Demokratie. Kritik Positionen Visionen. BdWi-Verlag, Marburg, S 279–285Google Scholar
  18. Weiß J (2013) Wer rettet die Demokratie vor der E-Partizipation? Verwaltung Management 19:283–288CrossRefGoogle Scholar
  19. Ifib & Zebralog I (2008) „E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft am E-Government“, Studie im Auftrag des Bundesministerium des Innern, Referat IT1. Bremen. www.ifib.de/publikationsdateien/ifib-zebralog-e-partizipation-lang.pdf
  20. Ziegenhagen U, Seelbach M (1998) GeoMed – Ein internetbasiertes Medium für die Regional- und Stadtentwicklungsplanung (STANDORT-Gespräch). STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie 1998 22(4):5–9Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Zebralog GmbH & Co. KGBerlinDeutschland
  2. 2.Zebralog GmbH & Co. KGBonnDeutschland

Personalised recommendations