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, Volume 38, Issue 4, pp 220–224 | Cite as

Ernährungssicherung durch Urban Gardening?

Erfahrungen aus Toronto
  • Marit RosolEmail author
Angewandte Geographie

Angesichts des Aufschwungs urbaner Gartenformen in der Bundesrepublik, die sich explizit dem Nahrungsmittelanbau widmen, stellt sich die Frage nach ihrem Beitrag zur städtischen Ernährungssicherung. Dazu werden in vorliegendem Aufsatz Erfahrungen aus Toronto vorgestellt und der Zusammenhang von Gemeinschaftsgärten, Ernährungssicherung und Ernährungsgerechtigkeit diskutiert.

Im Aufwind: Urbaner Nahrungsmittelanbau

Das gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt hat in der Bundesrepublik seit etwa der Jahrtausendwende einen enormen Aufschwung erlebt. Urbane Gärten gelten inzwischen als Teil nachhaltiger Lebensstile, welche insbesondere von „urbanen Mittelschichtsmilieus“ gepflegt werden. Fast überall entstehen Gemeinschaftsgärten, Kiezgärten, Interkulturelle Gärten und Bürger/innengärten, werden Baumscheiben – das heißt der Bodenbereich rund um Straßenbäume – bepflanzt und gibt es Guerilla-Gardening-Aktionen. Die neue Lust am urbanen Gärtnern erfährt zunehmend Aufmerksamkeit in der...

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für GeographieTU DresdenDresdenDeutschland

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