Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

im Fokus des vorliegenden Heftes stehen zwei unterschiedliche Aspekte des Immobilienmarktes: Jan Linsin und Christian Kah befassen sich mit dem Angebot der europäischen Büroimmobilienmärkte und ihrer zunehmenden Bedeutung für internationale Investoren und potenzielle Mieter. Sie führen dies auf eine allgemeine wirtschaftliche Trendwende von traditionell industriell geprägten Ökonomien hin zu einer Dienstleistungsorientierung zurück. Unternehmensbezogene Dienstleister sind heutzutage stark ausdifferenziert und unmittelbar als Dienstleistung erkennbar. Erfahrungsgemäß wählen internationale Dienstleister, auf die sich ihr Artikel bezieht als Unternehmenssitz bzw. als Arbeitsort nahezu ausschließlich europäische Großstädte wie Frankfurt, Paris, London oder Madrid. Dort besteht aktuell eine verstärkte Nachfrage nach Büroimmobilienflächen mit passgenauen Lageparametern durch bonitätsstärke Mieter besteht.

Einen ganz anderen Fokus haben die Autoren Nikolai Mader und Friedrich Thießen: Ihr Artikel behandelt die Frage, welchen Einfluss der Stil von Immobilien auf ihren Wert und ihre Vermietbarkeit im Kontext anderer Immobilien hat. Ihre These: Die Nutzer von Immobilien präferieren mit einer überraschend hohen Übereinstimmung ganz bestimmte Kontextvarianten. Stilempfinden sei demnach nichts völlig Individuelles, viele der in den letzten Jahrzehnten errichteten Gebäudeensembles entsprechen offenbar nicht dem ästhetischen Empfinden der Menschen. Auch zeigte sich, dass diese bereit sind, für präferierte Ensembles einiges zu bezahlen. Mit städtebaulichen Fehlern wird daher viel Geld verschenkt.

Der dritte Fachartikel bietet im Nachgang zur ITB 2011 einen Überblick zum Status Quo der deutschen Tourismuswirtschaft: Das Gastgeberland konnte auf der ITB 2011 Rekorde bei den Übernachtungszahlen präsentieren. Besonders gut schnitt das Reiseland bei ausländischen Gästen ab. Auch für die Zukunft erwartet die deutsche Tourismuswirtschaft weiteres Wachstum – das für Geographinnen und Geographen geradezu klassische Berufsfeld bietet weiter gute Arbeitschancen.

Ab sofort offeriert der STANDORT seinen Lesern einen neuen Service: Statt wie bisher nur die Fachartikel sind nun auch die weiteren Rubriken online auf der Website des Springer Verlags verfügbar. Auf der Homepage des DVAG können Sie die Meldungen ebenfalls lesen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ute Christina Bauer

STANDORT-Redakteurin

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Bauer, U. Editorial . Standort 35, 29 (2011). https://doi.org/10.1007/s00548-011-0164-2

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