Erhalt der biologischen Vielfalt—ein Instrument zur Armutsminderung?

Vor dem Hintergrund, daß Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen seit Jahrtausenden von Menschen als Nahrungsund Rohstoffquelle genutzt werden, greift die in der öffentlichen und politischen Diskussion teilweise stattfindende Gleichsetzung von Erhalt der Biodiversität mit „Naturschutz“ oder „Artenschutz“ zu kurz. So hat sich die Völkergemeinschaft im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) angesichts ihrer zentralen Funktion für das „globale Überleben“ und ihrer Gefährdung auf eine deutlich umfassendere Definition von Biodiversität festgelegt: Neben der Vielfalt von Tieren und Pflanzen werden auch die genetischen Codes und die verschiedenen Lebensräume eingeschlossen. Auch die Stoßrichtung der Konvention geht deutlich über die eines „altruistischen“ Naturschutzes hinaus: Soziale und ökonomische Zielsetzungen werden formuliert, da der Erhalt der biologischen Vielfalt vor allem der Sicherung menschlicher Lebensgrundlagen dient. Inzwischen sind 187 Staaten und die Europäische Union der Konvention beigetreten. Deutschland hat sich als Vertragsstaat verpflichtet, die Entwicklungsstaaten bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen.

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Correspondence to Dipl.-Geogr. Suhel al-Janabi.

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al-Janabi, S. Erhalt der biologischen Vielfalt—ein Instrument zur Armutsminderung?. STANDORT—Zeitschrift für Angewandte Geographie 28, 137–139 (2004). https://doi.org/10.1007/s00548-004-0200-6

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