Biologische Vielfalt—Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen

Mit dem Begriff „Biologische Vielfalt“ verbinden viele Menschen zuerst tropische Regenwälder mit ihrem schier unerschöpflichen Reichtum an Pflanzen und Tieren, vielleicht noch vom Aussterben bedrohte Arten wie den Sibirischen Tiger oder seltene Orchideen. Kaum jemand wird an den Rheinischen Bohnapfel, an den Wirsing ‚Bonner Advent‘, das Glanrind oder den Echten Lachs denken. Das sind Beispiele für einen oft vergessenen, aber existentiellen Teil der Biologischen Vielfalt—für die Ernährung, in der Land- und der Forstwirtschaft genutzt oder potentiell nutzbar, oft auch als „Genetische Ressource“ bezeichnet. Er beinhaltet die pflanzen- und tiergenetischen sowie die mikrobiellen Ressourcen.

Mit dem Thema Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen beschäftigen sich verschiedene Fachdisziplinen. Die erforderliche Einbeziehung sowohl naturwissenschaftlicher als auch sozioökonomischer Forschungsmethoden und -erkenntnisse sowie die herausragende Bedeutung räumlicher Verteilungs- und Verbreitungsmuster biologischer Vielfalt machen das Thema zu einem geographischen Arbeitsgebiet.

Im folgenden Artikel wird auf einen Teilbereich des eingesetzten Methodenspektrums, nämlich den Einsatz von Geographischen Informationssystemen (GIS) zur Dokumentation, Analyse und zum Monitoring biologischer Vielfalt fokussiert. Einige Aspekte der Entwicklungsarbeiten zu GIS-Anwendungen des Informationszentrums Biologische Vielfalt (IBV) werden dargestellt.

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Roscher, S., Begemann, F., Bremond, J. et al. Biologische Vielfalt—Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen. STANDORT—Zeitschrift für Angewandte Geographie 28, 126–132 (2004). https://doi.org/10.1007/s00548-004-0198-9

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