Infrastruktur-Consulting: Der Verkehrslandeplatz Rügen

Im Zuge der Vereinheitlichung der zahlreichen unterschiedlichen europäischen Betriebsvorschriften gelten ab dem Jahr 2005 in Deutschland im gewerblichen Luftverkehr für Flugzeuge bis maximal 9 Passagierplätze und bis 5,7 t Höchstabfluggewicht neue Bestimmungen, die sogenannten JAR-OPS 1. Danach sind von den Piloten bei der Berechnung der Start- und Landestrecken für diese Flugzeuge Sicherheitszuschläge zu berücksichtigen, die von den meisten Landeplätzen eine Verlängerung der derzeitigen Start- und Landebahnen erfordern. Andernfalls können diese Flugplätze im gewerblichen Luftverkehr zukünftig nicht mehr genutzt werden.

Auf der Insel Rügen existiert ein Flugplatz, der im Jahr 1982 als Agrarflugplatz angelegt und in den Jahren 1990–1995 in mehreren Ausbauschritten zu einem Verkehrslandeplatz mit einer 900 m langen und 20 m breiten asphaltierten Start- und Landebahn ausgebaut wurde. Bei den Ausbauten handelte es sich um technische Anpassungsmaßnahmen an die nachfragebedingten luftverkehrlichen Bedürfnisse vor Ort. Allerdings werden damit ab dem Jahr 2005 die dann gültigen Anforderungen an den gewerblichen Luftverkehr gemäß JAR-OPS 1 nicht mehr erfüllt. Es wird vielmehr eine Start- und Landebahnlänge von rund 1.300 m benötigt.

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Correspondence to Dipl.-Geogr. Mathias M. Lehmann.

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Lehmann, M.M. Infrastruktur-Consulting: Der Verkehrslandeplatz Rügen. STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie 28, 19–23 (2004). https://doi.org/10.1007/s00548-004-0170-8

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