Die „Vergleichende Kurortanalyse“ (VKA)

Ein Instrument zur Neupositionierung von Heilbädern und Kurorten im kur- und gesundheitstouristischen Wettbewerb

Kein touristisches Segment ist derzeit durch eine so massive Angebotsexpansion gekennzeichnet wie der Gesundheitstourismus. Allein in Deutschland versuchen sich heute mehr als 350 Heilbäder und Kurorte auf dem Markt der heiß umworbenen „Selbstzahler“ zu positionieren. Aber auch außerhalb der Kurorte entwickelt sich das kur- und gesundheitstouristische Angebot dynamisch. Der nachfrageseitige Markt für gesundheitstouristische Dienstleistungen ist vielversprechend und hat eine weltweite Mobilisierung um den gesundheitsbewußten Touristen in Gang gesetzt. Um in diesem stark wachsenden Markt überhaupt wahrgenommen zu werden, müssen Anbieter mit einem klaren Profil erscheinen, vor allem Heilbäder und Kurorte, die ein eher „traditionelles“ Image aufweisen. Zudem verlangen Investitionsvorhaben oder Wirtschaftsförderungen klare Entscheidungsgrundlagen der langfristigen Positionierung und Spezialisierung. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie Heilbäder und Kurorte auf Destinations- bzw. Landesebene am Markt präsentiert werden müssen, um sich von anderen Bäderdestinationen zu unterscheiden. Für diese komplexe Aufgabenstellung hat das Europäische Tourismus Institut (ETI) ein abgestimmtes Erhebungs-, Bewertungs- und Analyseinstrument entwickelt, das konsequente Produkt- und Positionierungsentscheidungen für den einzelnen Kurort wie auch das Landes- oder Regionalmarketing ermöglicht. Die Vergleichende Kurortanalyse (VKA) berücksichtigt dabei sowohl die Bedürfnisse des Marktes als auch die spezifische Angebotsausstattung bzw. -attraktivität in den Orten.

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Correspondence to Dr. Martin L. Fontanari.

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Fontanari, M.L., Partale, A. Die „Vergleichende Kurortanalyse“ (VKA). STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie 27, 125–132 (2003). https://doi.org/10.1007/s00548-003-0148-y

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