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Forum der Psychoanalyse

, Volume 34, Issue 1, pp 25–35 | Cite as

Begegnungen und Zusammenstöße innerer Welten

Interpersonales, Intersubjektives, Interpsychisches und Transpsychisches
  • Stefano Bolognini
Schwerpunkt: ZwischenWelten – Originalarbeit

Zusammenfassung

Diese Arbeit untersucht die interpsychischen, präsubjektalen und präpersonalen Austauschprozesse, die den Ursprung der primären Beziehung bilden. Sie beruhen auf körperlichen

Entsprechungen zwischen den Interaktionspartnern. Diese Prozesse werden von intersubjektiven Vorgängen unterschieden, die die Präsenz eines zusammenhängenden subjektalen Selbst voraussetzen. Sie sind auch etwas anderes als interpersonale Prozesse, die die Präsenz eines differenzierten Identitätsbewusstseins in Bezug auf den Anderen implizieren.

Die Kompetenz im Umgang mit diesen interpsychischen Austauschprozessen erfordert vom Analytiker die Fähigkeit, mit Sensibilität den Bereich zwischen Selbst und Nicht-Selbst zu nutzen, aber auch die für das Vorbewusste typische kreative Dimension. Das ermöglicht den Übergang innerer Elemente von einem zum anderen Interaktionspartner. Derartige Übergänge sind in der psychoanalytischen Behandlung ubiquitär. Sie sind bisher aber relativ selten untersucht worden und in der Fachliteratur kaum bekannt.

Encounters and collisions of inner worlds

Interpersonal, intersubjective, interpsychic and transpsychic

Abstract

This study examined the interpsychic, presubjectual, and prepersonal exchange processes that form the origin of the primary relationship. They are based on physical correspondences between the interaction partners. These processes are distinguished from intersubjective processes, which presuppose the presence of a coherent subjective self. They are also different from interpersonal processes that imply the presence of a differentiated identity consciousness in relation to the other. The competence in dealing with these interpsychic exchange processes requires the analyst’s ability to use the area between self and non-self with sensitivity, as well as the creative dimension which is typical for the preconscious. This allows the transition of inner elements from one interaction partner to another. Such transitions are ubiquitous in psychoanalytic treatment; however, they have been studied relatively rarely and are hardly known in the literature.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.BolognaItalien

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