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War da was?

Was that something?

Zusammenfassung

Mein Defi hat mir mittlerweile einige Male das Leben gerettet. Auf der anderen Seite hat er aber auch schon recht häufig in Situationen einen Schock abgegeben, in denen dies aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig war. Insbesondere die Verarbeitung dieser Schocks ist es, die mich dem Standardspruch widersprechen lässt: „Machen Sie sich keine Sorgen, Sie sind durch den Defi geschützt.“ Doch, ich mache mir Sorgen, denn meine Lebensqualität ist nicht nur durch die hohe Anzahl an erlebten Schocks erheblich beeinträchtigt. Jeder neue Defi-Schock löst bei mir eine Reihe von wiederkehrenden Reaktionsmustern aus. Dabei ist bei mir tendenziell zu beobachten, dass mit jedem neuen Schock die Wiederherstellung eines rudimentären seelischen Gleichgewichtes (und damit des Wohlbefindens und der Produktivität) immer länger dauert. Ich will mich jedoch wieder in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne auf Schritt und Tritt von der Vorstellung begleitet zu werden, coram publico zusammenzuklappen oder wie ein Zitteraal zu zucken. Ein Dasein als tickende Zeitbombe, daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen.

Abstract

My defi has now saved my life several times in the past. On the other hand it has also often given me a shock in situations which from a medical point of view were not absolutely necessary. In particular it is the coping with this shock which brings me to contradict the standard phrase“Don’t be afraid you are protected by the defibrillator!”. But I am afraid because my quality of life is substantially impaired not only by the high number of shocks suffered. Each new defi shock triggers in me a series of recurring reaction patterns. There is a tendency to observe by me that with every new shock the restoration of a rudimentary emotional equilibrium always takes longer. However, I want to be able to appear in public again without being accompanied every step of the way by the notion of collapsing in public or to twitch like an electric eel. I can’t get used to the idea of an existence as a ticking time bomb.

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44 Jahre, männlich, Informatiker, Diagnose Brugada-Syndrom, Träger eines ICD seit 7 Jahren, in dieser Zeit ca. 20 Schocks mit mehr oder weniger klarem Verstand überstanden.

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Anonymus, . War da was?. Herzschr. Elektrophys. 22, 146 (2011). https://doi.org/10.1007/s00399-011-0142-1

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  • DOI: https://doi.org/10.1007/s00399-011-0142-1

Schlüsselwörter

  • Defibrillator/Kardioverter (ICD)
  • Brugada-Syndrom
  • Erfahrungsbericht
  • Krankheitsmanagement

Keywords

  • Defibrillator cardioverter (ICD)
  • Brugada syndrome
  • Experience report
  • Disease management