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Straf- und berufsrechtliche Beurteilung von Sponsoring im Gesundheitswesen

  • J. Heberer
Das medicolegale Thema

Grundsätzlich ist es nicht verboten, dass Pharma- und Medizingerätehersteller eine Fortbildung oder einen Kongress durch finanzielle Beiträge über Sponsoring unterstützen bzw. Kosten für die Teilnahme des Arztes hieran übernehmen. Dabei müssen aber strikt die rechtlichen Vorgaben beachtet werden. Diese finden sich sowohl im Berufs- als auch im Strafrecht. Beiden Rechtsgebieten ist gemeinsam, dass primäres Ziel der Schutz der Unabhängigkeit der ärztlichen Entscheidung ist, sodass hierdurch jegliche Beeinflussung ärztlicher Entscheidungen und der ärztlichen Unabhängigkeit verhindert werden soll.

Berufsrechtliche Regelungen

Die maßgeblichen Regelungen für erlaubte bzw. unerlaubte einseitige Zuwendungen von Dritten wie Pharmaunternehmen oder Medizingeräteherstellern an Ärzte finden sich in § 32 (Muster‑)Berufsordnung (MBO).

Grundsatz: Verbot von unerlaubten Zuwendungen

§ 32 Abs. 1 Satz 1 MBO bestimmt zunächst den Grundsatz, dass es Ärzten verboten ist, von Dritten Geschenke oder andere...

Criminal and occupational legal assessment of sponsoring in the healthcare system

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J. Heberer gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Heberer RechtsanwälteMünchenDeutschland

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