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Arzthaftung wegen Hygienemängeln bei Infektion unklarer Genese nach Applikation einer praxisintern hergestellten Infusionszubereitung

BGB §§276, 278, 280, 611, 705, 823, 831; HGB §128; ZPO §286

Zusammenfassung

1. Ist die behauptete Verkeimung der in einer Arztpraxis zubereiteten und sofort applizierten Infusion nur eine von vielen denkbaren Ursachen für eine letale Citrobacter freundii-Infektion, kommt dem Erben des Patienten keine Beweiserleichterung zugute, falls ein grober Hygienemangel nicht bewiesen ist.

2. Zur Frage der Beweisvereitelung, wenn ein Rest der möglicherweise keimbesiedelten Infusion in der Arztpraxis routinemäßig entsorgt wurde.

3. Den Betrieb einer Gemeinschaftspraxis (GbR) mit daran anknüpfender persönliche[r] Haftung aller Ärzte entsprechend §128 HGB muss der Patient beweisen, falls die Behandlungsseite eine bloße Praxisgemeinschaft plausibel darlegt.

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OLG Koblenz, Urt. v. 4.12.2013 – 5 U 1018/13 (LG Mainz). Arzthaftung wegen Hygienemängeln bei Infektion unklarer Genese nach Applikation einer praxisintern hergestellten Infusionszubereitung . MedR 34, 622–626 (2016). https://doi.org/10.1007/s00350-016-4359-1

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