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Darlegungspflicht des Patienten bei Inanspruchnahme mehrerer Ärzte; Thromboseprophylaxe bei lediglich eingeschränkter Mobilität

BGB §§249, 253, 276, 278, 280, 611, 823, 831; ZPO §§138, 253, 286

Zusammenfassung

1. Waren an einer stationären Krankenhausbehandlung Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen beteiligt, muss der Patient im Arzthaftungsprozess darlegen, welches konkrete Fehlverhalten er jedem einzelnen Arzt zur Last legt. Pauschale Hinweise auf vermeintliche Organisationsmängel und/oder Verstöße gegen Kontroll- und Überwachungspflichten sind unzureichend.

2. Orthopädische Beschwerden der Lendenwirbelsäule erfordern auch bei einem stationären Krankenhausaufenthalt nicht zwingend eine medikamentöse oder mechanische Thromboseprophylaxe, falls der Patient teilmobil ist und außer einer Adipositas keine weiteren Risikofaktoren bestehen; maßgeblich ist die Befundlage des jeweiligen Einzelfalls.

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OLG Koblenz, Hinweisbeschl. v. 21.8.2014 – 5 U 868/14 (LG Bad Kreuznach). Darlegungspflicht des Patienten bei Inanspruchnahme mehrerer Ärzte; Thromboseprophylaxe bei lediglich eingeschränkter Mobilität . MedR 33, 681–683 (2015). https://doi.org/10.1007/s00350-015-4094-z

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