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Orbitale Tumore

Erkrankungen mit einer maximalen, interdisziplinären Herausforderung an die Diagnostik, Therapie und Nachsorge

Orbital tumors

Diseases with a maximum challenge for interdisciplinary diagnostics, treatment and aftercare

Orbitale Tumoren sind und bleiben eine Herausforderung für den Augenarzt. Teils als Zufallsbefund (z. B. durch eine Bildgebung des Kopfes aus anderen medizinischen Gründen), teils aufgrund einer Augensymptomatik, die durch eine Tumorkompression des Sehnerven oder eine Verdrängung des Bulbus entsteht, werden diese Patienten nicht selten beim Augenarzt vorstellig. Der Augenarzt ist somit in vielen Fällen der „Eingangsarzt“ und ebnet den Patienten den Weg in das Orbitazentrum einer Klinik.

“Die interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit orbitalen Tumoren ist medizinisch anspruchsvoll”

Die Versorgung dieser Patienten ist anspruchsvoll. Diagnostische Wege sowie therapeutische Verfahren sind vielschichtig und herausfordernd, da jede Intervention das Sehen belasten kann, aber auch das Unterlassen einer solchen die visuellen Strukturen evtl. gefährdet. Zudem erschweren maligne Befunde in der Orbita die Therapie. Ein gutes Abwägen der medizinischen Vorgehensweise in einem interdisziplinären Team mit guten Kommunikationsstrukturen ist erforderlich, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen. Soweit vorhanden, geben Leitlinien und Behandlungsempfehlungen Hilfestellungen.

Um dieser komplexen Thematik gerecht zu werden, sind in den folgenden Beiträgen die Diagnostik sowie die Therapieformen der orbitalen Tumoren dargestellt worden. Diese Beiträge sollten dem Leser/der Leserin helfen, die komplexe Thematik weiter einzuordnen, um in diesen Fällen die zielführende Versorgung dieser Patienten einzuleiten und auch die erste beruhigende Beratung durchzuführen. Jonas et al. [1] haben dementsprechend die Diagnostik von Augentumoren in dieser Ausgabe dargestellt und an Beispielen in die Tiefe hinein sehr verständlich präsentiert. Ponto et al. [2] erklären sehr anschaulich in ihrem Beitrag (insbesondere mit exzellenten schematischen Zeichnungen der Eingriffe) die verschiedenen chirurgischen Zugangswege in die Orbita, um entweder Proben für eine Histologie zu sichern oder den Tumor im Gesamten zu entfernen. Zimbelmann et al. [3] fassen fein gegliedert die ergänzenden oder alternativen Therapieformen bei orbitalen Tumoren zusammen. Alle 3 Beiträge sind aufeinander abgestimmt und sind im Weiteren durch Bildmaterial und Tabellen so verfasst, um auch als erstes „Nachschlagewerk“ zu dienen. Ergänzt wird dieses Leitthema durch ein bildliches Schema der Versorgung von orbitalen Tumoren, das alle drei Seniorautoren (PD Dr. med. Katharina Ponto, Univ.-Professor Dr. med. Ludwig Heindl sowie meine Person) diskutiert haben und das als eine Art Standardoperationsprozedur erstellt wurde [4].

Literatuur

  1. 1.

    Jonas RA, Rokohl AC, Kakkassery V et al (2021) Diagnostik von benignen und malignen Tumoren der Orbita. Ophthalmologe. (In Press)

  2. 2.

    Ponto KA, Brockmann MA, Koutsimpelas D et al (2021) Exzisionale Chirurgie orbitaler Tumoren. Ophthalmologe. https://doi.org/10.1007/s00347-021-01386-5

    Article  PubMed  PubMed Central  Google Scholar 

  3. 3.

    Zimbelmann M, Neppert B, Piria R et al (2021) Therapie und Versorgung von orbitalen Tumoren. Ophthalmologe. (In Press)

  4. 4.

    Ponto KA, Heindl LM, Kakkassery V (2021) SOP Versorgung von orbitalen Tumoren. Ophthalmologe. https://doi.org/10.1007/s00347-021-01387-4

    Article  PubMed  PubMed Central  Google Scholar 

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Kakkassery, V. Orbitale Tumore. Ophthalmologe 118, 986 (2021). https://doi.org/10.1007/s00347-021-01405-5

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