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Der Orthopäde

, Volume 31, Issue 12, pp 1187–1197 | Cite as

Die Behandlung der rheumatischen Fußdeformität

  • R.A. Fuhrmann
Zum Thema: Rheumaorthopädie

Zusammenfassung

Die rheumatische Rückfußdeformität ist gekennzeichnet durch einen Knick-Platt-Fuß, der sich aus einer Ferseneversion, einer Abflachung der Längswölbung und einer Abduktion des Mittel- und Vorfußes zusammensetzt. Unabhängig davon oder auch als Folge dieser Fehlstellungen besteht die rheumatische Vorfußdeformität neben einer Abflachung der Querwölbung aus einem Spreizfuß, der mit unterschiedlichen Zehendeformitäten (Krallenzehe,Klauenzehe, Hallux valgus) kombiniert sein kann. Die adäquate Therapie wird stets unter Berücksichtigung der gesamten unteren Extremitäten festgelegt und besteht immer aus einer gezielten Kombination von schuhtechnischen Maßnahmen und operativen Eingriffen.

Aufgrund der Multimorbidität des Rheumatikers, des Befalls mehrerer Gelenkebenen und der Maßgabe einer definitiven Versorgung sind die korrigierenden Rückfußarthrodesen mit Verlängerung der lateralen Säule und Wiederherstellung der Achsenausrichtung als “golden standard” anzusehen. Für das Sprunggelenk hingegen kann aufgrund der vorliegenden Langzeitergebnisse die endoprothetische Versorgung empfohlen werden.

Wenngleich für den rheumatischen Vorfuß prinzipiell die gleichen Richtlinien wie für den degenerativ veränderten Vorfuß gelten, besteht nur selten die Indikation zur Durchführung gelenkerhaltender Verfahren der Zehengrundgelenke. Abgesehen von der Mittelfußkopfresektion der lateralen Strahlen scheint die Arthrodese des Großzehengrundgelenks einer Resektionsarthroplastik am ersten Strahl überlegen zu sein, da der Bodenkontakt zu einer verbesserten Stand- und Gangsicherheit führt.

Schlüsselwörter Rheumatische Fußdeformität Pes planovalgus Knickfuß Spreizfuß 

The treatment of rheumatoid foot deformities

Abstract

Rheumatoid hindfoot deformity presents with hindfoot eversion, flattening of the longitudinal arch and abduction of the forefoot. Splayfoot, as the typical rheumatoid forefoot deformity, is mostly associated with various toe malformations, i.e. hallux valgus,hammer toe and claw toe,which may either be attributed to hindfoot malalignment or develop as a separate entity. The algorithm of treatment, comprising clinical assessment of both lower limbs, includes both orthotic shoe devices and surgical treatment.

In rheumatoid flatfoot, arthrodesis of the hindfoot with lengthening of the lateral column and reorientation of joint congruency represent the gold standard of treatment. Despite this principle, the ankle joint should be kept mobile to facilitate standing and walking. Therefore, total ankle prosthesis is thought to be superior.

Methods involving the preservation of the lesser metatarsophalangeal joints may be of benefit in providing sufficient ground contact with the toes. Nevertheless, resection arthroplasties are frequently required in cases of arthritic joint destruction. Arthrodesis of the first metatarsophalangeal joint may provide an adequate push-off for the big toe which can not be expected from resectional arthroplasties.

Keywords Rheumatoid foot Flatfoot Splayfoot 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • R.A. Fuhrmann
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Orthopädie, Friedrich-Schiller-Universität Jena,Waldkrankenhaus Rudolf Elle, EisenbergDE

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