Advertisement

Der Gynäkologe

, Volume 49, Issue 7, pp 527–534 | Cite as

Das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) und seine Auswirkungen auf das Fachgebiet

Teil 2: Mengensteuerung, DRG-Kalkulation und Fallprüfungen
  • W. Fiori
  • S. P. Renner
Leitthema
  • 381 Downloads

Zusammenfassung

Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) hat der Gesetzgeber eine der umfassendsten Reformen der Krankenhausfinanzierung angestoßen. Die Komplexität des ordnungspolitischen Rahmens wird damit erheblich steigen. Es sind deutliche Einflüsse auf die Krankenhausfinanzierung zu erwarten. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass es in den kommenden Jahren zu merklichen Verlagerungen von finanziellen Ressourcen zwischen Krankenhäusern aber auch zwischen Fachabteilungen und Leistungsbereichen kommen wird. Ob sich der Wunsch des Gesetzgebers erfüllen wird, die reale Qualität der Versorgung stärker in den Fokus von Krankenhausplanung und Finanzierung zur rücken, bleibt abzuwarten. Eine Vielzahl der Neuregelungen wird erst nach 2016 ihre Auswirkungen entfalten. Dennoch sind Krankenhäuser und klinische Entscheidungsträger gut beraten, sich bei strategischen Entscheidungen bereits mit den Änderungen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen zu befassen. Der zweite Teil der Publikation widmet sich den Neuerungen zur Mengensteuerung sowie der DRG-Kalkulation, Abrechnung und Fallprüfungen; der erste fokussiert Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Veränderung der Versorgungsstrukturen.

Schlüsselwörter

Gynäkologie Geburtshilfe Krankenhausfinanzierung Krankenhausreform Kostenkalkulation 

The Hospital Structure Act (KHSG) and its effect on the discipline

Part 2: output control, DRG calculation and case auditing

Abstract

By introducing the Hospital Structure Act (Krankenhausstrukturgesetz, KHSG) the government initiated one of the most comprehensive reforms of hospital financing in Germany. Consequently, the complexity of the legal framework will be considerably increased. Relevant influences on hospital financing are to be expected. A noticeable reallocation of financial resources between hospitals and also between departments and for specific medical services can be anticipated in the coming years. Whether the intention of the legislator to place genuine quality at the center of attention will come true has to be awaited. Many of the new regulations will come into effect only after 2016; however, hospitals and clinical decision-makers are well advised to already consider the changes in the legal framework when coming to strategic decisions. This second part of the article focusses on alterations to control quantity of medical output and changes to the diagnosis-related groups (DRG) calculation, billing and auditing by health insurance funds. The first part addresses the measures to increase the quality of medical services and to transform the structures of care provided.

Keywords

Gynaecology Obstetrics Hospital financing Hospital reform Cost calculation 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

W. Fiori führt selbständig und als Mitglied der DRG-Research-Group Schulungen, Beratungen und Gutachtertätigkeiten für eine Vielzahl von unterschiedlichen Akteuren im Gesundheitswesen durch. S.P. Renner gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.DRG-Research-Group, Medizinisches ManagementUniversitätsklinikum MünsterMünsterDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversitätsklinikum ErlangenErlangenDeutschland

Personalised recommendations