Advertisement

Der Urologe

, Volume 59, Issue 1, pp 17–20 | Cite as

Organspende in Deutschland im Zeichen der neuen Gesetzgebung

  • F. FriedersdorffEmail author
  • J. Putz
Leitthema
  • 20 Downloads

Zusammenfassung

Die politische Debatte um die Organspende in Deutschland erfährt seit 2012 eine zunehmende Wertschätzung, wenngleich diese initial durch diverse Allokationsskandale angestoßen wurde. Der Organspendeprozess als solcher ist finanziell erheblich besser abgesichert seit dem Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO). Entscheidend ist die Verminderung des Erkennungs- und Meldedefizits von Spendern in den einzelnen Krankenhäusern. Die Einführung einer doppelten Widerspruchslösung in Deutschland scheint im Zuge der in anderen europäischen Ländern seit Langem geltenden Standards längst überfällig zu sein. Letztlich sind in Deutschland politische Wegbereitung, klinikinterne Prozesse, Wertschätzung der beteiligten Personen sowie die weitere ganzheitliche Aufklärung über Belange der Organspende in der Bevölkerung die Bausteine zur dringend notwendigen Anhebung der Organspenderzahlen.

Schlüsselwörter

Transplantationsgesetz Widerspruchslösung Politische Debatte Nierentransplantation Transplantationsmedizin 

Organ donation in Germany under the new legislation

Abstract

The political debate concerning organ donations reached increased public awareness from 2012, despite the multiple scandals around organ allocation. The process of organ donation has been restructured since financing improved by the GZSO (Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende). The focus should be reduction of deficits in donor identification and notification within hospitals. Hence, it is time to introduce an “opt-out” solution, a system already standard in other European countries. Finally, to increase in the much-needed organ donations within Germany a multistructured concept should be established: improving hospital pathways, staff recognition, public awareness and political support.

Keywords

Transplantation law Opt-out solution Political debate Kidney transplantation Transplantation medicine 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

F. Friedersdorff und J. Putz geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

Literatur

  1. 1.
    Meier-Kriesche HU, Port FK, Ojo AO, Rudich SM, Hanson JA, Cibrik DM, Leichtman AB, Kaplan B (2000) Effect of waiting time on renal transplant outcome. Kidney Int 58(3):1311–1317CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Meier-Kriesche HU, Kaplan B (2002) Waiting time on dialysis as the strongest modifiable risk factor for renal transplant outcomes: a paired donor kidney analysis. Transplantation 74(10):1377–1381CrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    https://www.dso.de. Zugegriffen: Okt. 2019
  4. 4.
    https://www.bzga.de. Zugegriffen: Okt. 2019
  5. 5.
    Schulte K, Kunzendorf U, Feldkamp T (2019) Ursachen der niedrigen Organspenderate in Deutschland. Urologe 58(8):888–892CrossRefGoogle Scholar
  6. 6.
    https://www.bundestag.de. Zugegriffen: Okt. 2019

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Department of UrologyCharité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of HealthBerlinDeutschland
  2. 2.Klinik und Poliklinik für UrologieUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität DresdenDresdenDeutschland

Personalised recommendations