Hintergrund
Während der Laserlithotripsie kann das geräteindividuelle Verhalten, abhängig vom zugrunde liegenden Fragmentationsmechanismus, zu unterschiedlichen Einschätzungen des intraoperativen Ergebnisses führen.
Material und Methoden
Die effektive distale Laserleistung und die Laserpulseigenschaften von 3 verschiedenen Lasersystemen wurden im Vergleich zu den Spezifikationen und Displayangaben bestimmt. In Abhängigkeit von Pulsfrequenz, -energie und -anzahl wurde durch Strahleinleitung in ein Silikonphantom die Wirktiefe gemessen und qualitativ beschrieben. Die lasertypenspezifische Leistungsapertur (PA) wurde über Messung des induzierten Abtrags auf in den Strahlengang eingebrachtes Photopapier bestimmt.
Ergebnisse
In die tatsächlich emittierten Parameter Pulsenergie und Repetitionsrate fliesen lasersystemspezifische Schwankungen ein. Die verschiedenen Laserarten zeigen signifikante Unterschiede hinsichtlich ihrer Wirktiefe und Wechselwirkung in Silikon. Die Ermittlung der Strahlaufweitung mit Hilfe von Photopapier stellt eine Näherung für die Eingrenzung der optischen Energie eines Laserpulses dar.
Schlussfolgerung
In die intraoperative Bewertung des Lithotripsiergebnisses müssen sowohl lasertechnische Aspekte, die Konkrementzusammensetzung sowie die Erfahrung des Operateurs einfliesen.