Die Standardmethode zur histologischen Verifizierung eines Prostatakarzinoms ist die ultraschallgesteuerte transrektale Prostatastanzbiopsie. Aus Einzellfallberichten ist eine lokale Tumorzellaussaat nach Stanzbiopsien bekannt.
Es wird der Fall eines 64-jährigen Patienten beschrieben, bei dem sich 2 Jahre nach radikaler Prostatovesikulektomie wegen Prostatakarzinom als Zufallsbefund im Rahmen einer Proktokolektomie bei Pancolitis ulcerosa eine Mikrometastase des Prostatakarzinoms in der Lamina submucosa des distalen Rektums fand. Als mögliche Ursache dieser Metastase kommt eine Implantationsmetastase im Rahmen der präoperativ erfolgten transrektalen Prostatastanzbiopsie differentialdiagnostisch in Betracht.