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Der Nervenarzt

, Volume 72, Issue 9, pp 677–684 | Cite as

Evaluation suizidpräventiver Maßnahmen Aktueller Forschungsstand und resultierende Implikationen

Aktueller Forschungsstand und resultierende Implikationen
  • D. Althaus
  • U. Hegerl
Übersicht

Zusammenfassung

Obwohl suizidpräventive Maßnahmen von der WHO gefordert und auch auf regionaler wie nationaler Ebene durchgeführt werden, gestaltet sich der Nachweis für deren Wirksamkeit als schwierig. Ziel dieses Aufsatzes ist es, einen Überblick über den gegenwärtigen Stand des Wirksamkeitsnachweises suizidpräventiver Maßnahmen zu geben und kritisch zu diskutieren. Dabei werden auf der einen Seite verschiedene Maßnahmen, die auf Hochrisikogruppen fokussieren, vorgestellt. Eine Optimierung der Diagnose und Behandlung schwerer depressiver Syndrome steht dabei im Vordergrund. Auf der anderen Seite werden suizidpräventive Methoden diskutiert, die primär auf der Ebene der Allgemeinbevölkerung ansetzen. Dazu gehören neben der Schaffung eines Problembewusstseins (Awareness) in der Öffentlichkeit und der Optimierung der Primärversorgung eine erhöhte Vorsicht bei der Berichterstattung in den Medien über Suizid sowie eine stärkere Restriktion der für Suizide üblicherweise verwendeten Mittel. Für eine effektive Suizidprävention scheint die Kombination von sowohl Hochrisikostrategien als auch bevölkerungsbezogenen Strategien am erfolgversprechendsten zu sein.

Schlüsselwörter Suizid Prävention Evaluation 

Summary

Even though the WHO recommended the implementation of regional and nationwide suicide-preventive activities, there is little evidence of their efficacy. The goal of this review is to discuss the different approaches concerning suicide prevention. On the one hand, strategies which try to improve the diagnosis and medical care of special high-risk groups are presented. On the other hand, population-based strategies are discussed. The main targets here are promoting public awareness, optimising primary care, restricting the pressentation of suicides in massmedia, and restricting the access to means for suicide. The combination of high-risk and population-based strategies might hold promise for the best effects.

Keywords Suicide Prevention Evaluation 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • D. Althaus
    • 1
  • U. Hegerl
    • 1
  1. 1.Psychiatrische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kompetenznetz “Depression”DE

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