CME-Fragebogen
Was versteht man unter der Operation nach Steindler?
Pectoralistransposition auf den M. biceps brachii.
Transposition des M. latissimus dorsi zum Bizepsersatz.
Proximalisierung der Flexor-Pronator-Gruppe des Unterarms.
Arthrodese im Schultergelenk.
Wiederherstellung der Ellenbogenstreckung durch M.-biceps-Verlagerung.
Welcher Muskel wird am häufigsten als freies mikrochirurgisches Muskeltransplantat für Ersatzoperationen an der oberen Extremität gewählt?
M. gracilis.
M. latissimus dorsi.
M. pectoralis major.
M. rectus femoris.
M. sartorius.
Welche der folgenden Operationsziele hat bei Tetraplegikern allgemein zeitlich die erste Priorität?
Kneifgriff zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ellenbogenstreckung.
Ellenbogenbeugung.
Aktive Fingerstreckung.
Aktiver Faustschluss.
Welcher der folgenden Muskeln dient
nicht
neben dem M. biceps brachii als Ellenbogenbeuger?
M. brachioradialis.
M. brachialis.
M. extensor carpi ulnaris.
M. flexor digitorum profundus.
M. flexor carpi radialis.
Welche Aussage zur Transposition des hinteren M. deltoideus zum Trizepsersatz ist
nicht
richtig?
Die Innervatioin des M. deltoideus entstammt den Rückenmarksegmenten C5 und C6.
Bei Plexuspatienten ist das Vorhandensein eines kräftigen M. deltoideus bei Ausfall der aktiven Ellenbogenstreckung ungewöhnlich.
In der Nachbehandlung ist auf eine schrittweise Mobilisation von etwa 10° pro Woche zu achten, um eine Überdehnung der Sehnennaht zu vermeiden.
Die Verlängerung des M. deltoideus kann durch autologe Sehnentransplantate, Fascia lata oder Kunststoffinterponate erfolgen.
Diese Methode ist vor allem bei Patienten mit Beugekontraktur des Ellenbogens zu empfehlen.
Welche Technik zur Wiederherstellung der Rekonstruktion der Ellenbeugung ist
keine
heutige Standardtechnik?
Transposition des M. pectoralis major.
Bipolare Verlagerung des M. latissimus dorsi.
Ersatz mittels M. sternocleidomastoideus.
Trizeps-pro-Bizeps-Transposition.
Steindler-Operation.
Welche Aussage zur Bizeps-pro-Trizeps-Operation ist
nicht
richtig?
Die Methode ist geeignet für Patienten mit Luxationstendenz der Schulter nach vorne aufgrund einer Schwäche des M. pectoralis major.
Das Verfahren ist technisch relativ unkompliziert.
Die Gefahr einer Schädigung des N. radialis kann durch einen medialen Zugang vermindert werden.
Die Indikation kann nur gestellt werden, wenn eine ausreichende Restfunktion der Mm. brachialis und brachioradialis die Ellenbogenbeugung gewährleistet.
Sie sollte nicht bei Patienten mit einer Streckhemmung im Ellenbogen von über 30° durchgeführt werden.
Welche Aussage ist
nicht
korrekt?
Eine Beugung im Ellenbogen von etwa 120° ist notwendig, um mit der Hand den Mund zu erreichen.
Das Ausmaß von Kokontraktionen kann durch temporäre Inaktivierung der Trizepsfunktion durch Injektion von Botox-Toxin bestimmt werden.
Nur Muskeln mit einem Kraftgrad von mindestens M4 sind als primärer Motor zu empfehlen, da bei der Verlagerung meist ein Kraftgrad verloren geht.
Zum Bewegen von Gegenständen ist in der Regel ein Kraftgrad M4, zur Bewegung der Hand im Raum ein Grad M3 notwendig.
Primär gelähmte, reinnervierte Muskeln eignen sich nach einer entsprechenden Erholungszeit genauso zur funktionellen Transposition wie gesunde Muskeln.
Welche Aussage zur M.-pectoralis-major Transposition ist
nicht
korrekt?
Aufgrund seiner Innervation aus verschiedenen Teilen des Plexus brachialis findet sich bei inkompletten Lähmungen meist eine ausreichende Funktion des M. pectoralis major.
Der M. pectoralis minor eignet sich bei jungen Patienten sehr gut als primärer Motor zur Rekonstruktion einer kräftigen Ellenbogenbeugung.
Der M. pectoralis major kann als bipolar partielle oder komplette Muskeltranspositon verwendet werden.
Die verbleibenden klavikulären Muskelfasern des M. pectoralis major können zu einer simultanen Adduktion und Innenrotation führen, wenn keine intakten Außenrotatoren entgegenwirken.
Vor allem bei Frauen ist auf die häufig auffällige Narbenbildung nach Freilegung des M. pectoralis major hinzuweisen.
Welche Aussage zur M.-latissimus-dorsi-Transposition ist
nicht
richtig?
Die Nervenversorgung des M. latissimus dorsi erfolgt in der Regel aus den Segmenten C6 bis C8.
Die Muskelfunktion des M. latissimus dorsi ist klinisch nicht immer sicher einzuschätzen, was zu einem Misserfolg nach funktioneller Transposition führen kann.
Für die richtige Spannung des transponierten Muskels nach der Verlagerung können präoperativ in situ angebrachte Markierungsnähte nützlich sein.
Postoperativ sollte bei allen Muskeltranspositionen bereits in den ersten Wochen mit einem konsequenten Kräftigungstraining begonnen werden.
Der M. latissimus kann sowohl uni- als auch bipolar verlagert werden.