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HNO

, Volume 67, Issue 11, pp 818–818 | Cite as

In memoriam Prof. Dr. med. Wolfgang Elies

  • H. SudhoffEmail author
Nachruf
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In memory of Prof. Dr. med. Wolfgang Elies

Am 23. August 2019 verstarb der ehemalige Chefarzt des Klinikums Bielefeld, Professor Dr. med. Wolfgang Elies (Abb. 1).
Abb. 1

Prof. Dr. Wolfgang Elies

Geboren 1942 in Potsdam studierte er zunächst Humanmedizin in Berlin und Tübingen. Von 1968–1979 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Pharmakologischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen. Es schloss sich zunächst eine Ausbildung zum Facharzt für Neurochirurgie von 1970–1977 an der Universitätsklinik Tübingen an, bis er sich als Oberarzt der Neurochirurgie der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) zuwendete. Von 1977 war Elies zunächst Assistenzarzt, später Oberarzt (1980) an der HNO-Klinik der Universität Tübingen unter Professor Plester tätig, dessen otologische Prinzipien ihn überaus stark prägten. In den Jahren 1982–1987 war er geschäftsführender Oberarzt der Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, plastische Kopf- und Halschirurgie der Medizinischen Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen unter der Leitung seines akademischen Lehrers Professor Schlöndorff. Elies habilitierte sich 1987 mit dem Thema „Beiträge zur Ätiologie und Pathogenese ein- und doppelseitiger cochleo-vestibulärer Störungen“. Dort erhielt er 1991 die außerplanmäßige (apl.) Professur.

Am 1. Juli 1987 wurde Elies zum Chefarzt der neu gegründeten HNO-Klinik an die Städtischen Kliniken Bielefeld berufen. Das erste Krankenhaus in Bielefeld war 1843 am Fuße des Sparrenbergs errichtet worden. Die Städtischen Kliniken wurden bereits im Jahr 1842 gegründet und befinden sich seit 1899 an ihrem jetzigen Standort. Dort leitete er bis zum März 2007 die Klinik, die über 46 Betten verfügt.

Wissenschaftlich hat sich Herr Professor Elies vor allem mit der Mikrochirurgie des Mittelohres, der Antibiose im HNO-Bereich und der Pharmakologie des Fachbereiches beschäftigt. Als Mitglied der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie verfasste er 1998 ein kurzgefasstes Vademecum für Klinik und Praxis: „Therapie von HNO-Infektionen leicht gemacht“. Im Jahr 1999 veröffentliche er seine Monographien „Klinische Infektiologie des HNO-Bereiches“ und 2002 „Chinolone – Ein Leitfaden für die Anwendung in Klinik und Praxis“. Elies war Autor von mehr als 250 wissenschaftlichen Publikationen, Lehrbüchern und Vorträgen.

In Trauer, Respekt und großem Dank gedenken wir eines Arztes, der mit seinem medizinisch-wissenschaftlichen Lebenswerk das Fachgebiet der HNO und das Klinikum Bielefeld bereichert hat. Herr Elies hinterlässt eine Tochter, Dr. med. Alexandra Elies, die als Internistin tätig ist.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und HalschirurgieKlinikum Bielefeld MitteBielefeldDeutschland

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