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HNO

, Volume 66, Issue 4, pp 256–257 | Cite as

Preisträger 2015 und 2017 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

  • M. Praetorius
Einführung zum Thema
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The German Society of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery award winners 2015 and 2017

Die Faszination unseres Fachgebiets liegt auch in seiner Vielfältigkeit. Wir erleben diese in unserer täglichen Arbeit genauso wie in den Angeboten im Rahmen der Jahresversammlungen. Die Relevanz der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde einschließlich der Kopf- und Halschirurgie wird auch durch die fortwährenden Anstrengungen im Bereich der Forschung gesichert. Hierin sind viele Kolleginnen und Kollegen sehr engagiert. In Anerkennung dieser Leistungen, aber auch zur Motivation, kontinuierlich an der Erweiterung unseres Wissens zu arbeiten, verleiht unsere wissenschaftliche Fachgesellschaft Preise. Während die Wahrnehmung von Forschungsergebnissen innerhalb der Arbeitsgemeinschaften und des Jahreskongresses stattfindet, sind die Ausgezeichneten und ihre Arbeiten doch innerhalb der HNO-Gemeinschaft oft nicht so bekannt, wie sie es verdient hätten. Um diesen Aspekt aufzugreifen, hat die Zeitschrift HNO Preisträgerinnen und Preisträger eingeladen, ihre Arbeiten hier vorzustellen.

Die Faszination unseres Fachgebiets liegt auch in seiner Vielfältigkeit

Prof. Dr. med. Patrick Schuler von der Universitäts-HNO-Klinik in Ulm wurde 2017 mit dem Anton-von-Tröltsch-Preis in Anerkennung seiner Publikation „Adenosine metabolism of human mesenchymal stromal cells isolated from patients with head and neck squamous cell carcinoma“ ausgezeichnet. In seinem Artikel stellt er dar, wie neben der Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie der 4. Arm der Tumorbehandlung weiterentwickelt wird. Hierbei wird auf Immunprozesse abgezielt, deren Stimulation oder Inhibition die Tumorbiologie beeinflussen könnten. Das Potenzial der B‑Zellen unserer Lymphozyten steht dabei im Fokus.

Über die Einflüsse der humanen Papillomaviren (HPV) in der Entstehung und für die Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich hat Dr. rer. nat. Steffen Wagner von der Universitäts-HNO-Klinik Gießen geforscht. Er erhielt dafür den Forschungspreis 2016 der AG Onkologie. In seinem Artikel stellt er mögliche Ansatzpunkte gezielter Therapien HPV-assoziierter Karzinome vor.

In Anerkennung seiner Dissertationsarbeit „Identifikation regulatorischer Dysfunktionen bei der chronischen Rhinosinusitis mit nasalen Polypen“ wurde der Plester-Preis 2017 an Dr. rer. nat. Michael Könnecke von der Universitäts-HNO-Klinik Lübeck verliehen. Hier stellt er seine Ergebnisse einer Genexpressionsanalyse in Gewebeproben von Patienten mit chronischer Sinusitis mit Polypen dar.

Der 1. Posterpreis in der Kategorie „Experimentell“ (Broicher-Preise) 2017 ging an Dr. rer. nat. Moritz Gröschel von der HNO-Abteilung des Unfallkrankenhauses Berlin für das Poster „Zentrale Neurodegeneration nach wiederholter Lärmexposition im auditorischen System der Maus“. Hier stellt er dar, wie Lärm in Thalamus und Kortex zu Veränderungen führt. Diese wurden sowohl in der Magnetresonanzuntersuchung wie auch auf Zellebene sichtbar gemacht.

Die beiden nächsten Beiträge können multimedial in ihrer Anschaulichkeit auch aus der Geborgenheit des heimischen Wohnzimmers erlebt werden. Dr. med. Tobias Strenger von der Universitäts-HNO-Klinik rechts der Isar in München hat für die Multimediapräsentation „Das Laser-Doppler-Vibrometer in der Otologie: vom Forschungstool zum diagnostischen Einsatz am Patienten“ 2015 den Preis der Deutschen HNO-Medithek (Medtronic-Förderpreis) der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. erhalten.

Privatdozent Dr. F. Sommer von der Universitäts-HNO-Klinik Ulm wurde für den Videobeitrag „Dreidimensionale Analyse nasaler Physiologie mit numerischen Simulationen“ 2016 mit dem „Preis der Deutschen HNO-Medithek (Medtronic-Förderpreis) – Kategorie Experimentell“ ausgezeichnet.

Den Forschungsarbeiten ist die Anwendung modernster Untersuchungstechniken zum Erkenntnisgewinn gemeinsam

Allen hier vorgestellten Forschungsarbeiten ist die Anwendung modernster Untersuchungstechniken zum Erkenntnisgewinn bei Fragestellungen unserer täglichen Praxis gemeinsam – sei es bei der Tumorbehandlung, Ansätzen zur Verhinderung der nasalen Polypen oder den zentralen Effekten lärminduzierter Hördefizite.

Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre einen spannenden Blick in die Forschungsaktivitäten, von Promotion bis Habilitationsaktivitäten, die im Gebiet unserer Fachgesellschaft stattgefunden haben und zu Recht als preiswürdig bewertet wurden.

Prof. Dr. Mark Praetorius

Notes

Interessenkonflikt

M. Praetorius gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Sektion Otologie und Neuro-Otologie, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-OhrenheilkundeUniversitätsklinikum HeidelbergHeidelbergDeutschland

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