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HNO

, Volume 51, Issue 3, pp 245–250 | Cite as

Erholung der Hörschwelle nach Knalltrauma durch Feuerwerkskörper und Signalpistolen

  • S. Plontke
  • H. Scheiderbauer
  • R. Vonthein
  • P. K. Plinkert
  • H. Löwenheim
  • H.-P. Zenner
HNO-Praxis

Mehrere Tausend Menschen erleiden jedes Jahr ein Knall- oder Explosionstrauma durch Feuerwerkskörper. Für die Einschätzung der gesundheitlichen und gesundheitspolitischen Bedeutung, für die Beratung von Patienten z.B. in Bezug auf die Prognose und für den Vergleich verschiedener Therapieformen sind Kenntnisse über den Verlauf der Erholung bzw. über bleibende Folgen wichtig. Im Rahmen einer prospektiven und einer retrospektiven Untersuchung von Patienten mit Knalltrauma durch Feuerwerkskörper,welche sich in den Jahren 1995 bis 2002 an einer deutschen Universitätsklinik vorstellten, wurde die Erholung der Hörschwelle über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren beobachtet. Entsprechend der uns vorliegenden vorläufigen Ergebnisse erholte sich bei einigen Patienten die Hörschwelle trotz ausgeprägtem anfänglichem Hörverlust im Reintonaudiogramm rasch innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen. Der Erholungsprozess kann jedoch über mehrere Monate oder sogar bis zu einem Jahr andauern. Sechs Monate bis zwei Jahre nach dem Trauma litt trotz früh einsetzender Therapie noch mindestens ein Drittel aller in die Studie eingeschlossenen Patienten an einer Hörminderung von mehr als 20 dB HL in dem für ein Knalltrauma typischen Frequenzbereich und/oder an chronischem, Knalltrauma bedingtem Tinnitus.Weitere prospektive, langfristige Beobachtungen in den nächsten Jahren sollen zeigen, ob die Quantifizierung und Parametrisierung der Hörschwellenerholung durch mathematische Kurvenanpassung in Hinblick auf Prognoseformulierung oder für den Vergleich unterschiedlicher Therapieverfahren genutzt werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • S. Plontke
    • 1
  • H. Scheiderbauer
    • 2
  • R. Vonthein
    • 3
  • P. K. Plinkert
    • 4
  • H. Löwenheim
    • 1
  • H.-P. Zenner
    • 1
  1. 1.Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum TübingenDE
  2. 2.Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum TübingenDE
  3. 3.Institut für Medizinische Biometrie, Universität TübingenDE
  4. 4.Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität des Saarlandes, Homburg/SaarDE

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