CME-Fragebogen
Bei welchem Prozentsatz der gesunden Bevölkerung kommt ein ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer von 1:160 vor?
1 %
5 %
13 %
20 %
25 %
Bei welcher Erkrankung, abgesehen von Kollagenosen, sind erhöhte ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer beschrieben?
Basalzellkarzinome
Chronisch venöse Insuffizienz
Rosazea
Tinea corporis
Androgenetische Alopezie
Bei welcher Verdachtsdiagnose sollte man auch unabhängig vom ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Befund immer auf spezifische Antikörper testen?
Dermatomyositis
Systemischer Lupus erythematodes
Systemische Sklerose
Raynaud-Phänomen
Sjögren-Syndrom
Bei welchem spezifischen Autoantikörper lässt die Titerhöhe Rückschlüsse auf die Krankheitsaktivität zu?
Anti-Ro
Anti-Sm
Anti-Scl70
Anti-dsDNS
Anti-CENP‑B
Eine 21-jährige Patientin stellt sich in Ihrer Praxis mit Hautveränderungen vor, wie sie typischerweise beim kutanen Lupus erythematodes zu finden sind. Eine Histologie bestätigt die Diagnose, und Sie bestimmen die ANA(antinukleäre Antikörper)-Werte. Hier zeigten sich ein ANA-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer von 1:320 mit AC-4-Muster (feingesprenkelt) sowie ein positiver Nachweis von Anti-Ro- und Anti-La-Antikörpern. Worüber müssen Sie die Patientin unbedingt informieren?
Es besteht ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung eines systemischen Lupus erythematodes.
Die Höhe des ANA-IFT-Titers hat eine hohe prognostische Bedeutung für die Patientin.
Im Falle einer Schwangerschaft sollte das Risiko eines fetalen AV-Blocks beachtet werden.
Die Wahrscheinlichkeit einer ZNS(Zentralnervensystem)-Beteiligung ist aufgrund des Antikörperprofils erhöht.
Das Risiko, an Infektionskrankheiten zu erkranken, ist bei der Patientin erhöht.
Eine 33-jährige Patientin mit Raynaud-Phänomen stellt sich in Ihrer Sprechstunde vor. Sie macht sich Sorgen, da eine Bekannte von ihr an systemischer Sklerose erkrankt ist. Andere Symptome bestehen keine, abgesehen von häufiger Müdigkeit. Was ist Ihr erster Schritt?
ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer, Nagelfalzkapillarmikroskopie und komplette Durchuntersuchung inklusive Sonographie des Abdomens, Röntgen des Thorax, Echokardiographie und Lungenfunktion
Blutbild, Leber- und Nierenwerte, ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer
Rheumatologische Vorstellung
Sie beruhigen die Patientin, weitere Diagnostik ist nicht notwendig.
ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer bestimmen und Beurteilung der Nagelfalzkapillaren
Einer Ihrer Patienten, ein 50-jähriger Mann, leidet unter einem Raynaud-Phänomen. Im Labor zeigt sich ein erhöhter ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer ohne Nachweis spezifischer Autoantikörper, die Nagelfalzkapillaren sind normal konfiguriert. Andere Symptome bestehen nicht. Was erklären Sie dem Patienten bezüglich seiner Prognose?
Es besteht ein sehr gering erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer systemischen Sklerose.
Das Risiko für die Entwicklung einer systemischen Sklerose ist so hoch wie bei der Normalbevölkerung.
Es besteht ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Kollagenose, der ANA-Titer sollte etwa halbjährlich kontrolliert werden.
Es liegt bereits eine Kollagenose vor, eine Therapie sollte eingeleitet werden.
Es besteht ein erhöhtes Risiko, einen systemischen Lupus erythematodes zu entwickeln.
Bei welcher der folgenden Symptom- bzw. Krankheitskonstellationen ist die Bestimmung des ANA(antinukleäre Antikörper)-Titers sinnvoll?
Chronische Müdigkeit, atopische Dermatitis
Vitiligo, Hashimoto-Thyreoiditis, Gelenkbeschwerden
Erytheme im Gesicht und Dekolleté, Gottron-Papeln an den Fingerstreckseiten, subjektive Myalgien
Erythematöse Papel und Pusteln an den Wangen, subjektiv erhöhte Infektanfälligkeit
Häufiges Kältegefühl der Hände, anamnestische „Sonnenallergie“ (Exanthem direkt nach Sonnenkontakt)
Welcher Antikörper geht mit einem erhöhten Risiko für eine Nierenbeteiligung bei systemischem Lupus erythematodes einher?
Anti-La
Anti-Ro
Anti-TIF1‑γ
Anti-Mi2
Anti-Sm
Ein 43-jähriger Mann stellt sich in Ihrer Praxis vor, da er seit vielen Jahren an Haarausfall leidet. Unter anderem wurde im Vorfeld der ANA(antinukleäre Antikörper)-IFT(Immunfluoreszenztest)-Titer bestimmt, hier zeigten sich ein Titer von 1:320, das Fluoreszenzmuster AC‑2 sowie der Nachweis von DFS70-Antikörpern. Andere Symptome oder Hautläsionen bestehen nicht. Was erklären Sie dem Patienten?
Es besteht kein Hinweis für eine Kollagenose, der ANA-Titer sollte jedoch alle 6 Monate kontrolliert werden.
Der Patient hat ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kollagenose, insofern sollte eine Durchuntersuchung inklusive Echokardiographie, Lungenfunktion und CT (Computertomographie) von Thorax/Abdomen erfolgen.
Sie beruhigen den Patienten, da bei ihm kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kollagenose vorliegt.
Das Risiko für die Entwicklung einer systemischen Kollagenose ist nicht erhöht, jedoch das Risiko für die Entwicklung eines kutanen Lupus erythematodes.
Es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kollagenose, sodass Sie vierteljährliche klinische Kontrollen empfehlen.