In dieser Übersicht wird die Entwicklung von injizierbaren Füllmaterialien zur Behandlung von Weichteildefekten und von Falten im Gesicht dargestellt. Nach dem erst zögerlich einsetzenden Interesse an Füllmaterialen zur Korrektur von Narben Ende des 19. Jahrhunderts hat die Erforschung verschiedener Substanzen zur Gewebeaugmentation v. a. ab den 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts zu einer unübersehbaren Anzahl von „Fillern“ geführt. Zur Behandlung einer Falte oder eines Volumendefektes muss derjenige Filler ausgewählt werden, der die passenden Eigenschaften aufweist, um mit der entsprechenden Injektionstechnik bei dem jeweiligen Befund ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Filler werden in resorbierbare und nichtresorbierbare, permanente Filler eingeteilt. Mit den im Gewebe abbaubaren Fillern kann nur ein temporäres Ergebnis erreicht werden, was bedeutet, dass die Patienten wiederholt in mehrmonatigen Abständen behandelt werden müssen. Mit permanenten Fillern, die im Gewebe nicht abbaubar sind, lassen sich Ergebnisse erzielen, die über mehrere Jahre und Jahrzehnte anhalten können. Alle Filler können Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwellungen, Erytheme, Knotenbildung im Anschluss an die Behandlung und ganz selten Fremdkörpergranulome, die sich zum Teil erst nach Jahren manifestieren. Es scheint, dass die durch permanente Filler hervorgerufenen Fremdkörpergranulome länger persistieren und auf eine Behandlung nicht immer ansprechen.