Die laterolaterale Cavocavostomie zur hepatovenösen Rekonstruktion bei der Lebertransplantation wird vorgestellt, mit und ohne Anlage eines temporären portocavalen Shunts. Insgesamt 65 Lebertransplantationen wurden analysiert. Bei 49 Transplantationen wurde eine laterolaterale cavocavale Anastomose angelegt (Gruppe I). Bei 16 weiteren Patienten (Gruppe II) wurde ein temporärer portocavaler Shunt während der Hepatektomie durchgeführt. Der gemittelte arterielle Blutdruck betrug in mmHg für Gruppe I 128 ± 34, in Gruppe II 109 ± 32. Das Herzzeitvolumen (l/min) reduzierte sich während der anhepatischen Phase bei Gruppe I um 2,3 ± 1,9 bei Gruppe II um 1,2 ± 1,5 (p < 0,05). Der perioperative Blutverlust gemessen an der Anzahl Erythrocytenkonzentrate betrug 16,4 ± 15,8 in Gruppe I versus 1,2 ± 2,3 in Gruppe II (p < 0,04) an der Anzahl Einheiten Frischplasma 19,0 ± 14,7 vs. 3,7 ± 4,0 (p < 0,02). Der Verbleib auf der Intensivstation in Tagen, die Leberfunktionsteste sowie die renale Funktion und die Häufigkeit erforderlicher Reoperationen wegen Blutung waren nicht statistisch signifikant unterschiedlich zwischen den beiden Gruppen. Die 1-Jahres-Überlebensrate betrug 82,7 % bzw. 85,7 %. Schlußfolgerung: Die Anlage eines temporären portocavalen Shunts kann bei der Cava-erhaltenden Hepatektomie und Spender-zu-Empfänger-Cavocavostomie zu besserer hämodynamischer Stabilität, weniger Blutverlust und vereinfachter Transplantatimplantation beitragen.