Die roboterassistierte transaxilläre Schilddrüsenresektion (RATS) wird seit einigen Jahren vor allem in einzelnen asiatischen Ländern und jetzt auch zunehmend in den USA propagiert und durchgeführt. Die Argumente für und gegen das neue Verfahren konzentrieren sich nicht nur auf die erheblichen Zusatzkosten (in den USA 1,5–1,75 Mio. US-Dollar für das Robotersystem, über 50.000 US-Dollar jährlich an Servicekosten), sondern auch auf den fraglichen kosmetischen Vorteil und die chirurgische Morbidität gegenüber der konventionell-offenen oder endoskopischen nichtroboterassistierten Operation [1, 2]. Da mittlerweile auch mehrere Publikationen über RATS-Operationen bei intrathyreoidalen Schilddrüsenkarzinomen erschienen sind, werden aktuell vor allem das potenziell onkologische und das komplikative Risiko der RATS-Operation diskutiert [3].