Der Gastrointestinaltrakt stellt unter den extranodalen Non-Hodgkin-Lymphomen die bei weitem häufigste Manifestation dar. Grundsätzlich gilt es zwischen primären, d. h. im Magen-Darm-Trakt entstandenen, und sekundären Lymphomen, die im Rahmen der Dissemination eines nodalen Lymphoms auch den Verdauungstrakt befallen können, zu unterscheiden. Die Erarbeitung histomorphologischer und immunhistochemischer Charakteristika und die Etablierung des MALT (mucosa-associated lymphoid tissue) -Konzeptes haben dazu geführt, dass die primär gastrointestinalen Lymphome heute als eigenständige Entität betrachtet werden. Unter den Magenlymphomen dominieren zahlenmäßig (>90%) ganz klar die Marginalzonen-B-Zell-Lymphome vom MALT-Typ, früher als niedrig maligne MALT-Lymphome bezeichnet, und die diffusen großzelligen B-Zell-Lymphome (DLBCL), ehemals als hochmaligne Magenlymphome tituliert.
Vorliegender Beitrag fasst den aktuellen Stand zu Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Magenlymphome zusammen.