Als partielle Darmischämien werden intestinale Perfusionsstörungen bezeichnet, die nicht durch einen kompletten Verschluss der Arteria mesenterica superior verursacht werden; dies führt zum Bild eines akuten Abdomens mit einem meist meteoristisch aufgetriebenem Abdomen und spärlichen bzw. fehlenden Darmgeräuschen.Partielle Ischämien treten akut oder chronisch auf und sind Folge eines Strombahnhindernisses oder nichtokklusiver Mechanismen.
CT-morphologisch oder sonographisch findet sich eine Verdickung der ischämischen Darmabschnitte, endoskopisch zeigt sich initial ein Schleimhautödem, im fortgeschrittenen Stadium eine Nekrose.Das therapeutische Prozedere richtet sich nach dem klinischen Bild: Besteht der Anhalt für ein akutes Abdomen mit Peritonismus, so sollte die Laparotomie unverzüglich erfolgen; steht der krampfartige Abdominalschmerz ohne Abwehrspannung im Vordergrund, so sollte die Angiographie mit all ihren Möglichkeiten eines interventionellen Vorgehens erfolgen. Die Laparoskopie kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.