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Zur Risikobewertung des zahnärztlichen Füllungswerkstoffes Amalgam

  • R. Harhammer
Originalien und Übersichtsarbeiten

Zusammenfassung

Der Gebrauch des zahnärztlichen Füllungsmaterials Amalgam wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Es ist unstrittig, dass aus Amalgamfüllungen freigesetztes Quecksilber resorbiert wird und zur Gesamtbelastung des Organismus mit Quecksilber beiträgt. Eine Bewertung der an gesunden Personen und an Patienten mit selbstvermuteter Amalgamkrankheit durchgeführten kontrollierten Studien ergibt aber keinen wissenschaftlich begründbaren Verdacht dafür, dass ordnungsgemäß gelegte Amalgamfüllungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Patienten haben. Ausnahmen sind seltene intraorale lichenoide Reaktionen sowie die sehr seltenen Fälle allergischer Reaktionen gegen Amalgam. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wird jedoch empfohlen, die Anwendung von Amalgam bei bestimmten Personengruppen (Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, Schwangere) einzuschränken bzw. bei Kindern sorgfältig zu prüfen, ob eine Amalgamtherapie notwendig ist.

Schlüsselwörter Amalgam Quecksilber-Freisetzung Lokale und systemische Wirkungen 

Abstract

The use of amalgam as a dental restorative material is discussed controversially now as before. It is indisputable that mercury released from amalgam fillings is absorbed and contributes to the total mercury exposure of the organism. The assessment of controlled studies performed with healthy volunteers and patients with alleged amalgam illness reveals no scientific reasonable suspicion for health impairment caused by correctly processed amalgam fillings. Exceptions are rarely occuring oral lichenoid reactions and extremely rare systemic allergic reactions to dental amalgam. For reasons of preventive health protection it is recommended to restrict the use of amalgam in pregnant women and in patients with severe kidney disorders and to consider carefully the necessity of amalgam use in children.

Keywords Dental amalgam Mercury release Local and systemic effects 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • R. Harhammer
    • 1
  1. 1.Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BonnDE

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