Die Auswahl des Zugangswegs für alle Medikamentenapplikationen bei CPR hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Geschwindigkeit, mit der ein Zugangsweg hergestellt werden kann (unter Berücksichtigung möglicher technischer Schwierigkeiten), der Komplikationsrate, der Zeitverzögerung, mit der das Medikament im zentralen Kompartiment wirksam wird sowie der Zeitdauer, für die mit therapeutisch wirksamen Plasmaspiegeln gerechnet werden kann. Die periphervenöse Injektion stellt die sicherste Applikationsmethode dar, der Wirkungseintritt kann durch einen Flüssigkeitsbolus beschleunigt werden. Zentralvenöse Injektionen haben die kürzesten Zirkulationsraten, sind jedoch mit einer höheren Komplikationsrate behaftet. Der femorale Zugangsweg geht unter CPR-Bedingungen mit einer hohen Versagerrate einher. Die endotracheale Applikation über den Tubus stellt eine praktikable Alternative dar, führt jedoch im Vergleich zur intravenösen Gabe zu niedrigeren Spitzenspiegeln. Die intraossäre Gabe findet bisher im klinischen Alltag zu wenig Berücksichtigung, obwohl ihre Ergebnisse der intravenösen Gabe vergleichbar sind. Während in der Pädiatrie diese Methode zunehmend Anerkennung findet, sollte nicht vergessen werden, daß sie im Einzelfall auch bei erwachsenen Patienten indiziert sein kann.