Operationsziel
Übungsstabile minimal-invasive Osteosynthese dislozierter Tuberculum-majus-Frakturen.
Indikationen
Dislozierte Tuberculum-majus-Frakturen >5 mm. Dislozierte Tuberculum-majus-Frakturen >3 mm bei Sportlern und Überkopfarbeitern. Multipel fragmentierte Tuberculum-majus-Frakturen.
Kontraindikationen
Dislozierte Drei- und Vier-Teile-Frakturen des proximalen Humerus. Undislozierte Tuberculum-majus-Frakturen.
Operationstechnik
Darstellung der Tuberculum-majus-Fraktur über anterolateralen Deltoideus-Split. Reposition der Fraktur und passagere Retention durch Kirschner-Draht oder Kugelspieß oder Anschlingen der Supraspinatussehne und Retention nach distal. Manuelles Vorbiegen und Auflegen der Bamberger Platte und Fixierung mit konventionellen und/oder winkelstabilen Schrauben. Optionales Fixieren der Rotatorenmanschette an der Platte. Genaue Kontrolle der Implantatlage mit Bildverstärker zur Vermeidung einer unzureichenden Distalisierung des Tuberculum majus.
Weiterbehandlung
Gilchrist-Verband für 2 Wochen. Beginn mit assistierter passiver Beübung aus dem Verband ab dem 1. postoperativen Tag erlaubt. Die Beweglichkeit ist bis zur Schmerzgrenze freigegeben. Physiotherapeutische Behandlung zur Adhäsions- und Kapselschrumpfungsprophylaxe.
Ergebnisse
10 Patienten mit dislozierter Tuberculum-majus-Fraktur wurden mit der Bamberger Platte osteosynthetisch versorgt. Die Nachuntersuchung nach mindestens 6 Monaten zeigte einen Constant-Murley-Score von 94,2 Punkten (Spanne 91–98 Punkte). Das mittlere Alter betrug 45,6 Jahre (Spanne 29–68 Jahre).