Ziel:
Die Wechselbeziehung zwischen der Prävalenz von ventrikulären Arrhythmien (VA), dem Typ und dem Grad der linksventrikulären Hypertrophie (LVH) bei Patienten mit Bluthochdruck sollte mittels Ergometrie und Langzeit-EKG untersucht werden.
Patienten und Methodik:
Insgesamt 192 Patienten (87 Männer und 105 Frauen) ohne Herzerkrankung wurden in drei Gruppen in Bezug auf den LVH-Typ (konzentrisch, exzentrisch und asymmetrisch) und in drei weitere Untergruppen gemäß dem Grad der Hypertrophie (leicht, mäßig und schwer) eingeteilt. Bei allen Patienten wurde der Blutdruck gemessen, elektrokardiographische und echokardiographische Daten wurden ermittelt, und die Prävalenz von VA wurde mittels Langzeit-EKG und Ergometrie festgestellt.
Ergebnisse:
Der am weitesten verbreitete LVH-Typ war der konzentrische (63%), gefolgt vom exzentrischen (28%) und asymmetrischen (9%). Eine schwere LVH wurde bei 10% der Patienten gefunden. Komplexe VA wurden mittels Langzeit-EKG bei > 40% der Patienten identifiziert. Mittels Ergometrie wurde dieser Prozentsatz um weitere 7,4% erhöht. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen in Bezug auf einfache (p = 0,757) und komplexe VA (p = 0,657, p = 0,819, p = 0,617, für polytope, für Paare oder für ventrikuläre Tachykardie). Eine erhöhte Prävalenz von VA wurde für den mäßigen und schweren Grad bei allen Typen gefunden. Beim konzentrischen Typ war der Unterschied für die einfache VA statistisch signifikant (p = 0,042).
Schlussfolgerung:
Es gab keine Wechselbeziehung zwischen dem LVH-Typ und der Prävalenz von VA. Die Schwere der Hypertrophie ist bedeutender für die Prävalenz von VA als das LVH-Muster. Die Kombination aus schwerem Grad und konzentrischem Typ bringt das größte Risiko für Herz und Kreislauf mit sich.