Herz

, Volume 42, Issue 3, pp 279–286 | Cite as

Stressechokardiographie und ihre zentrale Rolle in der kardiologischen Diagnostik

  • R. Leischik
  • B. Dworrak
  • T. Cremer
  • S. Amirie
  • H. Littwitz
Schwerpunkt
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Zusammenfassung

Die Stressechokardiographie (SE) stellt eine zentrale kardiologische diagnostische Methode dar. Die SE ist nicht nur bei der Diagnostik und Führung der Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) von immenser Bedeutung, sondern auch bei der Beurteilung der kardialen Funktion außerhalb der KHK. Gerade durch die richtungsweisende und enorme Entwicklung der technologischen Möglichkeiten (Doppler, digitale Verarbeitung, neue Ultraschallanalysemöglichkeiten mit Gewebedoppler [TDI], „Strain“-Technologie, 3‑D-Echo) wie auch durch den Einsatz der neuen Kontrastmittel ergeben sich sehr weite diagnostische Möglichkeiten. Mittels SE besteht nicht nur die Möglichkeit, eine evtl. koronare Verengung festzustellen, sondern es lässt sich die Funktion der Mikrovaskulatur und der Herzklappen beurteilen, eine evtl. pulmonale Hypertonie feststellen und auch die diastolische/systolische Reaktion/Mechanik des linken/rechten Ventrikels (LV/RV) und des linken Vorhofs (LA) auf die Belastung überprüfen. Die weiteren Entwicklungen der Technologie versprechen eine noch weitere und bessere Analyse der kardialen Mechanik sowohl des LV/RV wie auch des LA sowie eine verbesserte laterale Auflösung. Medikamentöse Stressmöglichkeiten erweitern das diagnostische Feld bei den Patienten, die nicht in der Lage sind, sich körperlich zu belasten. Die SE stellt eine umweltfreundliche, kostengünstige, patientennahe und einfach verfügbare Untersuchungsmethode dar. Sie erfordert allerdings eine sehr weitgehende Grundausbildung des Untersuchers und eine ständige Weiterbildung, damit sich alle möglichen Vorteile der Methode auch wirklich beim Patienten als nützlich erweisen können.

Schlüsselwörter

Stressechokardiographie Koronare Herzerkrankung Herzklappenerkrankungen Kardiomyopathien Diagnostik 

Stress echocardiography and its central role in cardiac diagnostics

Abstract

Stress echocardiography (SE) has an established central role as a diagnostic tool in cardiology. It is not only an established method for the diagnostic and prognostic stratification of patients with coronary artery disease but also shows an emerging value for assessment of cardiac function beyond coronary artery disease. The enormous conceptual technological development of ultrasound technology (Doppler, digitizing, tissue Doppler imaging, strain technology, 3‑D-echo and new ultrasound contrast agents) has led to applications of SE in almost all diagnostic fields of cardiology. The use of SE provides not only the possibility to identify coronary stenosis but also to evaluate the function of the microvasculature and heart valves, to detect possible pulmonary hypertension and also to test the systolic/diastolic reaction/mechanics of the right/left ventricle (LV/RV) and left atrium (LA) in response to load. Further developments of ultrasound technology enable better temporal resolution and contemporary analyses of cardiac mechanics of the LV/RV and LA. Pharmacological stress echocardiography extends the diagnostic field to patients who are not able to endure physical stress. SE represents an environmentally friendly, patient-friendly, cost-efficient and radiation-free examination method; however, SE requires extensive basic training as well as continuous training of the examiner to ensure that all possible advantages of the method can be utilized to the benefit of patients.

Keywords

Stress echocardiography Coronary disease Heart valve diseases Cardiomyopathies Diagnostics 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

R. Leischik, B. Dworrak, T. Cremer, S. Amirie und H. Littwitz geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Supplementary material

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Die Literatur zu diesem Beitrag finden Sie online als Electronic Supplementary Material.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag Berlin 2017

Authors and Affiliations

  • R. Leischik
    • 1
  • B. Dworrak
    • 1
  • T. Cremer
    • 1
  • S. Amirie
    • 1
  • H. Littwitz
    • 1
  1. 1.Dept. Cardiology Hagen, Faculty of Health, School of MedicineUniversity Witten-HerdeckeHagenDeutschland

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