Heilberufe

, Volume 69, Issue 12, pp 48–48 | Cite as

15 Jahre Pflegegipfel des Nordens

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PflegeKarriere Kongress
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Die Leiterin der SprachGUT® Akademie Sandra Mantz zeigte in ihrem Vortrag auf, wie Pflegende im Alltag selbstbewusst agieren können.

© Silje Paul/Springer Pflege (4 x)

Hamburger Senatorin, Cornelia Prüfer-Storcks: „In der Pflege wird noch zu viel Potenzial verschenkt.“

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In Firmenworkshops wurden Innovationen vorgestellt: Bei BMS stand die Immun-Onkologie im Mittelpunkt.

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Joachim Prölß, UKE (2.v.l.), beklagte das Image der Pflege: „Kein Wunder, wenn der Nachwuchs ausbleibt.“

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_ Am 3. und 4. November 2017 fand im Radisson Blu Hotel Hamburg zum 15. Mal der Gesundheitspflege-Kongress von Springer Pflege statt. Der Kongress war ein voller Erfolg. Mit 1.000 Gästen war die Veranstaltung in Hamburg ausgebucht. Der Kongress stand unter dem Leitgedanken: „Selbstbewusste Pflege“.

Grußwort: Die Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks: „Die Pflege hat allen Grund, selbstbewusst zu sein.“ Das sei noch nie so deutlich wie heute gewesen. Die SPD-Politikerin verwies auf den derzeitigen Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen. Da Kliniken und Pflegeheime händeringend nach Mitarbeitern suchen, haben Pflegende die große Chance, bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

Selbstbewusstsein: Pflegende haben allen Grund stolz auf ihren Beruf zu sein. Dennoch liegt das kollektive Selbstbewusstsein der Berufsgruppe noch zu sehr am Boden. In Befragungen wünschen sich Pflegende häufig mehr Wertschätzung, erklärte Pflegewissenschaftlerin Professorin Renate Tewes aus Dresden. Damit machen sie sich aber gleichzeitig abhängig von den Urteilen anderer. Wichtiger sei es, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Aus Sicht von Tewes neigen Pflegende dazu, sich im Berufsalltag „permanent selbst zu entwerten“. „Jammern ist eine schlechte Angewohnheit von Pflegenden, die Kraft nimmt und das Selbstbewusstsein beschädigt“.

Kammerdiskussion: Beim Gesundheitspflege-Kongress in Hamburg prallten Befürworter und Gegner der Pflegekammern aufeinander. Die Befürworter sind sich einig, die Diskussion über die Pflegeberufekammern ist durch — sie kommen. Dieser Wunsch war auf dem 15. Gesundheitspflege-Kongress mehrfach zu hören. Doch der Kongress zeigte, dass die Befürworter der Kammern auch weiterhin gute Argumente liefern müssen. Besonders beim gut besuchten berufspolitischen Part des Kongresses äußerten Kritiker erneut ihre Bedenken.

Pflege meets Politik: Falk H. Miekley, Director Professional Care, Springer Pflege, sagte: „Die Intention des Kongresses war es, die Pflege selbstbewusst zu machen.“ Er betonte, eine Stärke des Pflegegipfel des Nordens sei es, die Diskussion von Pflege und Politik zu ermöglichen.

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