Heilberufe

, Volume 69, Issue 12, pp 39–39 | Cite as

Ausstellung an der Charité

SICK! Kranksein im Comic

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PflegeAlltag News
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_ Diagnosen wie Alzheimer, Depressionen oder Morbus Crohn verändern das Leben von Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden. Doch wie wird die Krankheit erlebt? Wie kann man lernen, damit umzugehen? Diesen Fragen widmen sich seit einigen Jahren verstärkt auch Comics. Eine Ausstellung im Berliner Medizinhistorischen Museum (BMM) der Charité beschäftigt sich mit Erzähl- und Darstellungsweisen vom kurzen Comic-Strip bis zur Graphic Novel.

In der von der Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Uta Kornmeier kuratierten Ausstellung im medizinischen Präparatesaal des BMM werden Comics aus acht verschiedenen Ländern präsentiert, die persönlich, kritisch und mitunter auch humorvoll die vielfältigen Erfahrungen von Diagnose, Therapie, Behinderung sowie Pflege und Alltagserleben thematisieren. Die Ausstellungsform der Intervention ermöglicht einen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft: Die individuellen Krankengeschichten werden dabei in Bezug zu den anonymisierten medizinischen Präparaten Rudolf Virchows gesetzt. Die historischen Präparate, die auch heute noch für die Lehre genutzt werden, präsentieren krankhafte Veränderungen des menschlichen Körpers in entpersonalisierter Form und aus Perspektive der Medizin. Ausgespart bleibt das emotionale und persönliche Erleben der Patienten, Angehörigen und medizinisch Tätigen. Diese kommen jetzt in den ausgestellten Comics zu Wort, um ihre Sichtweise auf Kranksein und Behinderung darzustellen.

© 2017 Charité — Universitätsmedizin Berlin

Die Ausstellung „SICK! Kranksein im Comic / Reclaiming Illness through Comics“ ist noch bis 4. März 2018 im Berliner Medizinhistorischen Museum zu sehen. Das Projekt ist an der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin angesiedelt und wird von der Einstein-Stiftung Berlin gefördert.

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