In der vorliegenden Untersuchung sollten die Auswirkungen der chirurgisch unterstützten Gaumennahterweiterung auf dentoalveoläre, maxillär-basale und nasale Strukturen des Gesichtsschädels mit nicht invasiven Untersuchungstechniken evaluiert werden.
Dazu wurden zehn erwachsene Patienten vor und nach chirurgisch unterstützter Gaumennahterweiterung mittels reflexionsakustischer Rhinometrie, Modellanalyse und Sonographie untersucht.
Es zeigte sich, dass die chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung auch beim erwachsenen Patienten nicht nur zu einer transversalen dentoalveolären Dehnung des Oberkiefers (Platz im Zahnbogen zur Ausrichtung der Zähne) führt, sondern auch die apikale Oberkieferbasis und das Gaumenvolumen (Platz für die Zunge beim regelrechten Schlucken und damit Rezidivprophylaxe) werden entscheidend vergrößert. Die chirurgische Gaumennahterweiterung führt darüber hinaus zu einer deutlichen Vergrößerung von Nasenvolumen und Nasenklappe mit auch subjektiver Verbesserung der Nasenatmung. Sonographisch waren die Segmentbewegung im Laufe der Dehnung ebenso nachweisbar wie die spätere Reossifizierung und vollständige Rekortikalisierung.
Die Messungen belegen einen ausgeprägten Einfluss der chirurgisch unterstützten Gaumennahterweiterung auf die skelettalen Strukturen des Mittelgesichtes, deren deutliche Weitung durch nicht invasive Untersuchungsverfahren nachweisbar ist. Die sonographische Untersuchung kann den Fortschritt der transversalen Dehnung objektivieren und erlaubt eine individuelle Anpassung der Retentionszeit ohne zusätzliche Strahlenexposition.