Archiv für mikroskopische Anatomie

, Volume 1, Issue 1, pp 1–42 | Cite as

Ein heizbarer Objecttisch und seine Verwendung bei Untersuchungen des Blutes

  • Max Schultze

Reference

  1. 1).
    Ich erwähne hier als eines der ersten Versuche, das Object während der Beobachtung zu erwärmen, der Experimente meines Yaters über den Einfluss höherer Temperaturgrade auf die Schnelligkeit der Molekularbewegung (C. A. S. Schultze, Mikroskop. Unters. über des Herrn Rob. Brown Entdeckung lebender selbst im Feuer unzerstörbarer Theilchen in allen Körpern und über Erzeugung der Monaden, Freiburg 1828, p. 17). Mein Vater bediente sich der zur Beleuchtung opaker Gegenstände den Mikroskopen beigegebenen Conyexlinse als Brennglas. Aus neuester Zeit liegen einige hierhergehörige Versuche vor von Schweigger-Seidel (Virchow’s Archiv Bd. XXVII, p. 486) und von Rollet (Sitzungsber. d. Akad. d. Wiss. zu Wien Bd. L, 1864. Ueber die successiven Veränderungen, welche electr. Schläge and. rothen Blutkörperchen hervorbringen. Sep. p. 15). Beide benutzten einen gefensterten Streifen von Eisenblech, der an einer über den Objecttisch hinausragenden Seite erwärmt wurde.Google Scholar

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  1. 1).
    Man vergl. u. A. Harting, das Mikroskop, deutsch von Theile, 1859, p.429. Schacht, das Mikroskop, 3. Aufl. 1862, p. 79. Beale, how to work with the microscope, 3 edit. 1865, p. 129, Taf.XXXV, Fig. 158. Frey übergeht in seinem schätzbaren Buche über das Mikroskop, Leipzig 1863, die künstliche Erwärmung gänzlich mit Stillschweigen. Chevalier’s pyrochemischer Apparat, dessen Harting a.a.O. Erwähnung thnt, ist nur an dem Universalmikroskop von Chevalier anwendbar, welches so gestellt werden kann, dass der Tubus und die Objectivlinsen unter den Objecttisch zu stehen kommen. Er findet sich abgebildet bei Chevalier, Des microscopes et de leur usage, Paris 1839, Pl. 4, fig. 3 bis und bei Jul. Vogel, Anleitung z. Gebrauche des Mikroskopes und der zoochemischen Analyse, Leipzig 1841, Taf II, Fig. 6.Google Scholar

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    Ich bemerke hier, däss mein heizbarer Objecttisch, welcher ein vervollkommneter Rollet’scher genannt werden könnte, in keiner genetischen Beziehung zu letzterem steht. Ich zeigte den meinigen in der hiesigen niederrheinischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde schon am 8. Juni 1864 (vergl. die Sitzungsberichte, reproducirt in der Berliner klinischen Wochenschrift 1864, No. 36). Rollet machte die citirte Mittheilung am 14. Juli 1864 der Akademie zu Wien. Ich benutze diese Gelegenheit, einen in dem Sitzungsbericht in der gedachten Nummer der klinischen Wochenschrift enthaltenen spasshaften Druckfehler zu berichtigen. Es heisst im Original: »die farblosen Blutkörperchen kriechen wie Amoeben zwischen den rothen umher«; dem Setzer erschien es drastischer zu sagen: wie Ameisen! Und das hat Anklang gefunden, denn mir sind meine Blutkörperchen noch einmal anderswo sechsbeinig begegnet.Google Scholar

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© Springer-Verlag 1865

Authors and Affiliations

  • Max Schultze

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