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Deutsche Zeitschrift für Chirurgie

, Volume 240, Issue 8–10, pp 695–706 | Cite as

Einige Richtlinien in der Gallenwegschirurgie

Article

Zusammenfassung

DieSterblichkeit nach Operationen an Gallenwegen betrÄgt 9%, entspricht also ungefahr der des Schrifttums. Sie ist kleiner als die Sterblichkeit bei rein konservativ behandelten Gallensteinerkrankungen (nach den Erfahrungen des Weltschrifttums etwa 15%). Eingriffe wÄhrend des Anfalles sind doppelt so gefÄhrlich wie in der Zwischenzeit. Die Forderung einer Frühoperation, entsprechend der der Appendicitis, ist übertrieben; denn der Eingriff ist schwerer und umstÄndlicher als die Appendektomie. Deshalb soll man wÄhrend des Anfalles nur im Notfall operieren. Die Sterblichkeit der im jüngeren Alter (bis zu 40 Jahren) und der im Intervall Operierten betrÄgt nur 1–2%. — Die schwerste Komplikation ist derIkterus. Zur Vorbereitung bei Ikterischen hat sich neben Traubenzucker-Insulin noch Bluttransfusion bewÄhrt. PrimÄrerVerschluΒ der Bauchhöhle ist nur dann zulÄssig, wenn Leberbett, Cysticusstumpf und eine etwaige Choledochusnaht lückenlos peritonealisiert sind und die Papille frei durchgÄngig ist. Zur CholedochusdrÄnage hat sich das T-Rohr nachKehr am besten bewÄhrt. — Operationen wegenGallenfisteln sind schwierig und unsicher. BewÄhrt hat sich eine extraabdominale Gummiprothese zur Fistelüberbrückung. Das Verfahren wird eingehend beschrieben.Anastomosen der Gallenblase mit Magen oder Darm kommen nur bei Verengerung des Choledochus oder der Papille und beim Carcinom in Frage, nicht bei der sogenannten Stauungsgallenblase. — Die Ursache derRezidivschmerzen ist in einer besonderen Ansprechbarkeit des vegetativen Nervensystems auf Reize zu suchen. Die geringsten dyskinetischen Störungen führen dann zu SchmerzanfÄllen.

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© Springer-Verlag 1933

Authors and Affiliations

  • Fedoroff
    • 1
  1. 1.Leningrad

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