Advertisement

Forstwissenschaftliches Centralblatt

, Volume 101, Issue 1, pp 311–346 | Cite as

The juniper heath lands of the Swabian Alb

  • W. Arnold
  • B. Bösch
  • H. Schmid
Article

Summary

The juniper heath lands as they extend today on the Swabian Alb and surrounding areas are endangered. Remaining are only relatively small and scattered remnants of sheep Pastures, a once widespread form of agricultural land use. About 25 percent of today's juniper heath land is still regularly being grazed by sheep. On the other areas, forest cover is more or less encroaching. In contrast to areas with intensive agriculture and commercial forests, juniper heath lands have a multitude of functions. They serve as evidence for a form of culture of years past. They contribute decisively to the character of the landscape. Here, island-like, the flora and fauna of a specific arid-land habitat is preserved, and various stages of succession towards forest land having their specific own plant and animal communities are formed. The heath lands lend themselves as attractive and useful areas for recreation, and some still are indispensible as a basis for sheep-breeding.

The Tübingen regional office of the Baden-Württemberg forest service has made a census of the juniper heath lands within the Tübingen administrative area by counties, precincts, and geographic forest regions. There are statements about sites and stages of succession, and six stand types are distinguished. A chapter concerning objectives contains findings of the evaluation of the heath lands’ flora on the basis of indicator plants. Today's functions are described according to their importance, separately for protection of the vegetation, effect on the scenery, direct use for recreation, grazing by sheep, and habitat succession. Recommended future objectives for the individual heath lands are stated expressing the desire to more or tess intensify their functions. Lastly, there is the task to make long-range plans with all consequences to preserve what remains today, up to a limit that can be justified ecologically. This also includes the various stages of succession from open heath land to forest pasture, and thus a historical form of culture and the natural assets connected therewith.

Zustand und zielvorstellungen für die Erhaltung der Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb

Zusammenfassung

Der Bestand der Wacholderheiden auf der Schwäibischen Alb und in ihrem Vorland ist gefährdet. Vorhanden sind heute nur noch relativ kleine und stark parzellierte Reste der ehemals weit verbreiteten Kulturform der Schafweide. Etwa 25 % der Wacholderheiden werden zur Zeit noch regelmäßig von Schafen beweidet. Die übrigen Flächen stehen in einer mehr oder weniger fortgeschrittenen Sukzession zum Wald. Im Kontrast zu der intenslv bewirtschafteten Flur und zum Wirtschaftswald nehmen die Wacholderheiden vielfältige Funktionen wahr. Sie sind Zeugen einer früheren Kulturform. Das Landschaftsbild wird von ihnen entscheidend mitgeprägt. Sie erhalten uns die Pflanzen- und Tierwelt der Magerrasen als lnseln und bilden in verschiedenen Sukzessionsstufen zum Wald jeweils eigene Vergesellschaftungen von Pflanzen und Tieren. Den Erholungssuchenden bieten sich die Heiden als reizvolle und verschiedenartig nutzbare Flächen an. Ein Teil der Wacholderheiden ist als Flächengrundlage von Schafzuchtbetrieben unentbehrlich.

In einer Erhebung der Forstdirektion Tübingen wurde der Bestand an Wacholderheiden im Regerungsbezirk Tübingen festgestellt, und zwar aufgeteilt nach Landkreisen, Gemeinden und Wuchsbezirken. Die Arbeit enthält Aussagen zum Standort und zum Sukzessionsstand und teilt die Wacholderheiden in 6 Bestandestypen ein. In einem Abschnitt über die Problemstellung werden Ausführungen über die floristische Wertigkeit der Heiden anhand von Weiserpflanzen gemacht und die derzeitigen Funktionen in ihrer Gewichtung getrennt nach Vegetationsschutz, Prägung des Landschaftsbildes, direkter Erholungsnutzung, Schafweide und Weidewaldsukzession beschrieben. In ähnlicher Weise sind Zielempfehlungen für die einzelnen Heiden ausgesprochen. Sie bringen in der Summe den Willen zum Ausdruck, die zur Zeit von den Wacholderheiden ausgeübten Funktionen mehr oder weniger zu intensivieren. Letztlich geht es darum, den verbliebenen Restbestand an Heiden in einem ökologisch vertretbaren Rahmen, d. h. auch in seinen verschiedenen Sukzessionsstufen von der offenen Heide bis zum Weidewald zu erhalten und damit eine historische Kulturform und den an sie gebundenen wertvollen Naturbestand mit allen seinen Auswirkungen auf lange Sicht zu bewahren.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. German, R.; Eichhorst, U., 1974: Die Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb im Bereich des Regierungspräsidiums Tübingen auf Grund einer Luftbildauswertung. Veröff. der Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Baden-Württemberg. Bd. 42.Google Scholar
  2. Gradmann, R., 1950: Das Pflanzenleben der Schwäbischen Alb.Google Scholar
  3. Feucht, O., 1969: SieheMoosmayer, H. U., in: Mitteilungen des Vereins für Forstliche Standortkunde und Forstpflanzenzüchtung Nr. 19, S. 118.Google Scholar
  4. Schwenkel, H., 1934: Die württembergischen Naturschutzgebiete. Veröffentlichungen der Staatlichen Stelle für Naturschutz beim Württ. Landesamt für Denkmalspflege, H. 11.Google Scholar
  5. Lohrmann, R., 1933: Schafweiden und Hardte der Südwestalb. Veröffentlichungen der Staatlichen Stelle für Naturschutz beim Württ. Landesamt für Dennkmalspflege, H. 10.Google Scholar
  6. Schlenker, G.; Müller, S. 1972 u. 1975: Gliederung von Baden-Württemberg. Mitteilungen des Vereins für Forstliche Standortkunde und Forstpflanzenzüchtung Nr. 23 u. Nr. 24.Google Scholar

Copyright information

© Verlag Paul Parey 1982

Authors and Affiliations

  • W. Arnold
    • 1
  • B. Bösch
    • 2
  • H. Schmid
    • 1
  1. 1.Schloß BebenhausenForstdirektion TübingenTübingen
  2. 2.Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-WürttembergFreiburg

Personalised recommendations