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Research in Experimental Medicine

, Volume 95, Issue 1, pp 762–771 | Cite as

Experimentelle Beiträge zum Problem der Pathogenese der perniziösen Anämie

II. Mitteilung. Zur Kenntnis der Anämien bei künstlich mit Bothriocephalus latus infizierten agastrischen Hunden sowie der Sekretionsverhältnisse des Castleschen Prinzips bei dieser Tierart
  • Karl Singer
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Zusammenfassung

Zur Aufklärung des Entstehungsmechanismus der Bothriocephalusperniciosa wurde der Versuch unternommen, agastrische Hunde mit dem Bandwurm zu infizieren. Die Entfernung des Magens wurde zur Ausschaltung der Sekretion desCastle-Prinzips ausgeführt, da per analogiam angenommen wurde, daß auch beim Hund der intrinsic factor mit dem Magensaft sezerniert und durch das entstehende Antiperniciosaprinzip die toxische Wirkung des Parasiten verhindert werden könnte.

Bei den mit Bothriocephalus latus infizierten magenlosen Hunden entwickelte sich nun zwar eine vorübergehendehyperchrome Anämie, doch zeigte diese Form der Blutarmut nicht die charakteristischen Symptome der menschlichen Perniciosa. Weitere Experimente mittels der Rattenreticulocytenreaktion brachten dann insoferne eine Aufklärung, als gezeigt werden konnte, daß der normale Hundemagensaft gleich dem Perniciosamagesaft keinen intrinsic factor enthält und somit die Bildungsstätte dieses Prinzips bei dieser Tierspezies an anderer Stelle stattffinden muß.

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Literaturverzeichnis

  1. Singer, Karl: Erg. inn. Med.47 (1934) (dort weitere Angaben).Google Scholar
  2. Klin. Wschr.1935 I, Nr. 6.Google Scholar

Copyright information

© Verlag Von Julius Springer 1935

Authors and Affiliations

  • Karl Singer
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität WienWienÖsterreich

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